200 Jahre nach Stadtbrand tobten wieder die Flammen

Fast auf den Tag genau 200 Jahre nach dem verheerenden Stadtbrand von 1812 standen vergangenen Sonntag wieder Teile der Innenstadt in Vollbrand. 14 Feuerwehren mit 250 Mann waren die ganze Nacht im Einsatz, um der Flammen Herr zu werden. Zahlreiche Bewohner und Haustiere wurden gerettet. 

Im Juli des Jahres 1812 brach in einer Bäckerei am Badener Hauptplatz ein Brand aus, der nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ein großer Teil der Innenstadt, insbesondere die Dachstühle wurden ein Raub der Flammen. 200 Jahre später, gingen am Sonntag Abend gegen 22.30 Uhr zeitgleich mehrere Anrufe bei der Alarmzentrale der Feuerwehr ein. Beim Eintreffen der Einsatzfahrzeuge stand bereits ein Dachstuhl in der Renngasse in Vollbrand. Dichter Rauch erschwerte die Bergung von Eingeschlossenen, die in den Obergeschossen an den Fenstern standen und um Hilfe riefen. Da schnell das Ausmaß des Brandes klar wurde, musste Einsatzleiter Gerald Peter weitere Kräfte nachalarmieren. Letztlich waren 14 Wehren mit 250 Mann an den Löscharbeiten beteiligt. Immer wieder wurde das Feuer durch die Sturmböen angefacht. Besonders schwierig gestaltete sich der Einsatz in den verwinkelten Innenhöfen an der Rückseite. Mittlerweile hatten die Flammen auch ein Mehrparteienhaus am Beethovenplatz erreicht. In schwindelerregender Höhe öffneten Atemschutztrupps das Dach, wo sie von innen den Brand schnell und vollständig löschen konnten. Hunderte Schaulustige verfolgten das Geschehen, der beißende Brandgeruch zog sich mittlerweile über die gesamte Stadt. Spontan erklärte man sich im Hotel Admiral und im Herzoghof bereit, freie Zimmer kostenlos für die obdachlos gewordenen Brandopfer zur Verfügung zu stellen. Schließlich konnte um 4.30 Uhr „Brand Aus“ gegeben werden. Insgesamt mussten 17 Personen, unter ihnen auch 5 Feuerwehrmänner, mit Rauchgasvergiftungen ins Spital eingeliefert werden. Bgm. Kurt Staska berief unverzüglich eine Krisensitzung ein, um den Opfern möglichst schnell zu helfen. Die Immo-Gesellschaft ist bestrebt, unverzüglich Ersatzwohnungen zur Verfügung stellen.
Auch der Verein „wir badener“ bietet spontan Hilfe in Form von finanzieller und materieller Unterstützung an. So können Brandopfer jetzt kostenlos im Sozialmarkt einkaufen. Informationen gibt StR Jowi Trenner (Tel.: 0664 8170924).Es steht noch nicht fest, ob das am stärksten betroffene Gebäude abgerissen werden muss. Zur Zeit versuchen Kriminalisten die Brand-ursache herauszufinden. RaDi

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