„Sie ist sehr professionell.“

Larissa Marolt  wird im  Frühjar in „Hopped Up - Friedliche Droge“ zu sehen sein.

Im Frühjahr kommt der Horrorfilm „Hopped Up – Friedliche Droge“ in die Kinos. Produziert wurde der Streifen von Frederik Füssel, Gründer des Badener Unternehmens FM productions, die Regie übernahm Michael Fischa, der nach 30 Jahren in Hollywood nun in Gainfarn lebt. Im Interview sprechen die beiden über die Zusammenarbeit, das Filmbusiness und auch über Larissa Marolt, das Model mit Dschungel-Camp-Erfahrung, die eine der Hauptrollen im Film übernahm.

Was erwartet die Zuschauer beim Kinobesuch von „Hopped Up – Friedliche Droge“? Wo wird der Film zu sehen sein? Wird er auch in Baden zu sehen sein?
Frederik Füssel: Der 105 Minuten lange Film aus dem Genre Horror/Thriller zeigt die Vorgänge in einem Camp für schwer erziehbare Mädchen. Dort treibt ein Wissenschaftler sein Unwesen. Der Film wird in Österreich und Deutschland zu sehen sein. Ob er in Baden zu sehen sein wird, wissen wir derzeit noch nicht. Aber das ist eine gute Idee.
Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Larissa Marolt? Die Darstellerin stand ja vor Kurzem mit ihrem Auftritt im Dschungel Camp ziemlich im Rampenlicht.  Wie war der Dreh mit dem Model?
Frederik Füssel: Sie hat sich beworben und hat uns beim Casting überzeugt. Es war toll, mit Larissa zu arbeiten. Sie ist sehr professionell. Es gab einige heftige Szenen, wo sie geschlagen oder an den Haaren gerissen wurde, das machte ihr alles nichts aus. Auch im Dschungelcamp machte sie sich sehr gut. Sie ist ein ehrlicher Mensch mit einem großen Herzen. Damit konnten die anderen Dschungel Camper nicht umgehen. Man vergisst sehr schnell, dass sie noch sehr jung ist. Larissa nahm mit 16 an einer Modelcasting-Show teil. In diesem Alter habe ich in Baden noch die „Tomate“ unsicher gemacht.

 Können Sie sich vorstellen, auch bei zukünftigen Projekten mit Larissa Marolt zu arbeiten?
Michael Fischa: Ich halte sehr viel von ihren schauspielerischen Fähigkeiten, sie hat großes Talent und arbeitet als Schauspielerin ständig an sich.
Frederik Füssel: Auf jeden Fall. Es gibt schon konkrete Projekte. Larissa wird im nächsten Kinofilm wieder eine Rolle spielen.

Was führt Sie nach 30 Jahren in Hollywood nach Gainfarn? Welche Bilanz ziehen Sie nach dieser Zeit im Zentrum der Filmindustrie?
Michael Fischa: Nach 30 Jahren Hollywood habe ich mich nach einem etwas ruhigeren Leben gesehnt und in Gainfarn im schönen Bezirk Baden eine Oase des Friedens gefunden. Es ging mir einfach um einen radikalen Tapetenwechsel.

Wo und wann begann Ihre Karriere? Was waren Ihre größten Erfolge, welche Herausforderungen hatten Sie zu meistern?
Michael Fischa: Ich habe in Wien Theaterwissenschaften studiert und bin Mitte der Siebzigerjahre nach Los Angeles gefahren, um Freunde zu besuchen. Aus heiterem Himmel wurde mir die Regie in dem Theaterstück „It‘s not the end of the world, is it?“. Ich habe natürlich zugesagt und das Stück wurde im Beverly Hills Playhouse uraufgeführt und war ein Riesenerfolg. Universal Studios hat mir dann einen Vertrag angeboten, eine Fernsehserie zu machen und dann bin ich in Los Angeles geblieben.

Ihre bisherigen Filmprojekte fallen in das Genre des Horrorfilms. Warum interessieren Sie sich genau für diese Art von Filmen? Sehen Sie sich selbst auch gerne Horrorfilme an?
Michael Fischa: Mein erster Film war natürlich ein Horrorfilm („Death Spa“), welcher heuer im Frühjahr in den USA als Kultfilm wieder ins Kino kommt und eine Blue-Ray-Neuauflage erlebt. Das freut mich natürlich sehr. Ich habe aber nicht nur Horrorfilme gemacht. Für die Action Komödie „Rice Girl“ habe ich beim New York Filmfestival 2003 die Auszeichnung „Best director for Adventure Comedy“ gewonnen. Das ist genau das Problem, wenn man einen Horrorfilm macht, wird man sofort als Horrorfilmregisseur  in die Schublade gesteckt. Ich habe versucht, Filme in verschiedenen Genres zu machen, liebe aber Horrorfilme, weil sie dem Zuseher eine Flucht aus dem Alltag bieten.
Arbeiten Sie gerne wieder in Österreich an Filmen? Können Sie mir einen bedeutenden Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem österreichischen Filmbusiness nennen?
Michael Fischa: Die Herausforderung in Hollywood ist, natürlich am Ball zu bleiben, weil man ist  nur so gut wie das letzte Projekt. Alles ist viel kurzlebiger, auch der Erfolg, und der Druck ist enorm. Im Moment genieße ich es, wieder in Österreich zu leben und hier Filme zu machen. Der Unterschied zwischen Filmemachen in Amerika und hier ist: In den USA ist man entweder im Studiosystem oder Independent, in Österreich hingegen ist man mehr oder weniger von der Filmförderung abhängig, Privatfinanzierung für Filme gibt es kaum, in Amerika hat man als Investor auch riesige Steuervorteile.

Haben Sie schon öfter Filmprojekte in Zusammenarbeit mit Frederik Füssel und FM productions realisiert? Wie funktioniert die Zusammenarbeit?
Michael Fischa: Ich habe mit Frederik und FMproductions bisher zwei Filmprojekte realisiert, und unsere Zusammenarbeit klappt vorzüglich, weil  wir ähnlich sensibel an Filme herangehen. Wir planen für nächstes Jahr den Thriller „Auge um Auge“, welcher hauptsächlich in Wien gedreht wird.

Haben Sie in Hollywood Bekanntschaften mit Prominenten geschlossen?
Michael Fischa: Ich freue mich, Nicolas Cage, Will Smith, Keith Richards, Bruce Willis, Sean Connery, John Saxon und einige mehr zu meinen Freunden zählen zu dürfen.

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