Badener fordert Normalität für Kindergarten

Badener fordert Normalität für Kindergarten

Seit rund acht Monaten ist in unserer Gesellschaft kaum mehr etwas als normal zu bezeichnen. Betroffen sind auch die Kindergärten, in denen es starke Einschränkungen gibt. Zu stark, meint eine Badener Mutter, die deswegen nun eine Petition gestartet hat und Unterschriften sammelt. 
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Martina Wallner ist nicht nur Physiotherapeutin und Osteopathin sondern vor allem Mutter einer Tochter und eines Buben, die beide den Kindergarten besuchen. „Seit acht Monaten sind die Kindergärten von unverhältnismäßigen Einschränkungen betroffen. Die Kinder dürfen sich nicht bewegen, nicht singen und sich nicht einmal mehr selbst das Essen holen. Dazu kommt, dass die Größe der Gruppen reduziert wurde, wodurch Freunde auseinander gerissen wurden. Für viele der kleineren Gruppen gibt es aber weder Räumlichkeiten, noch Pädagoginnen, die sie betreuen könnten“, schildert die Badenerin, die betont, dass zwar auch die Helferinnen großartige Arbeit leisten, ihnen aber die nötige pädagogische Ausbildung aber fehlt. Gerade in unsicheren Zeiten würden die Kleinsten aber Rituale und feste Abläufe benötigen. „So wie es jetzt läuft, ist der Schaden viel größer als der Nutzen und leider scheint es so, als ob und das Problem noch länger begleiten würde. Auch die Leiterin der Ampelkommission bestätigt, dass die Kleinkinder bei der Übertragung keine Rolle spielen. Wenn es zu Clustern in Kindergärten kommt, dann weil der Eintrag des Virus durch die Pädagogen und Mitarbeiter erfolgt“, so Martina Wallner, die sich auch auf Zahlen des Ministeriums stützt, wonach Kinder im Kindergarten nur 1,5 Prozent der Gesamtinfizierten in Österreich ausmacht. Aus diesem Grund hat sich die Badenerin bereits mehrfach auch an die Landes- und Bundesregierung gewandt. In ihren Schreiben weist sie darauf hin, dass es bereits wissenschaftliche Studien gäbe, die belegen, dass die Pandemie drastische Auswirkungen auf die Lebensqualität und das psychische Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen hätte. Besonders betroffen von erhöhten Auffälligkeiten wären Kinder, deren Entwicklung schon zuvor durch unterschiedliche Faktoren wie sozio-ökonomische Belastungen in der Familie oder chronische Erkrankungen gefährdet war. Das erhöhte Risiko für die psychische und soziale Gesundheit, das durch die Pandemie entstanden ist, würde allerdings alle Kinder und Jugendliche betreffen. Sie fordert einen weitestgehend normalen Kindergartenbetrieb bzw. eine eigene Ampelschaltung für Kindergärten (wie dies auch bei Schulen der Fall ist), die an das Risiko der Verbreitung des Infektionsgeschehens durch Kinder im Kindergartenalter angepasst ist. Nachdem die Badenerin aber bislang immer nur mit vorgefertigten Antworten, die gar wirklich nicht auf den Inhalt der Schreiben eingehen, abgespeist wurde, hat sie nun eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Eltern für Kinder“ ins Leben gerufen und eine Online-Petition gestartet. „Unsere Kinder können nicht aufstehen, das müssen wir für sie tun“, meint Wallner, die anfänglich Bedenken hatte, wegen ihres Engagements in das Eck der Corona-Leugner gerückt zu werden. Die bislang ausschließlich positiven Reaktionen geben ihr aber Recht. Fast 700 Unterschriften kamen binnen kurzer Zeit bereits zusammen. Wer unterschreiben möchte, findet die Petition unter: www.openpetition.eu/at/petition/bestaetigen/normalisierung-des-derzeitig-unverhaeltnismaessig-eingeschraenkten-kindergartenbetriebs

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