Traiskirchnerin wegen Falschaussage verurteilt

TRAISKIRCHEN. – Drei Schwarzafrikaner hätten im Sommer 2015 versucht, sie zu vergewaltigen, behauptete eine Traiskirchnerin. Doch die Vorwürfe waren erlogen, wie sich rasch herausstellte. Jetzt wurde die Frau, Noch-Mitglied der FPÖ, wegen Falschaussage verurteilt. Ihr droht der Parteiausschluss.

Es war, wie sich rasch herausstellen sollte, eine erlogene Geschichte: Eine zweifache Mutter behauptete, dass im Sommer 2015 drei Schwarzafrikaner versucht hätten, sie zu vergewaltigen.
Offenbar unter Alkoholeinfluss habe sie selbst nach einem Streit mit ihrem damaligen Lebensgefährten begonnen, einen der drei Männer, denen sie zufällig begegnet sei, zu küssen. Als die drei Männer mehr wollten, sei ihr das zu weit gegangen und sie habe sie aufgefordert, aufzuhören, woraufhin die Männer weggingen.
Als sie daraufhin zu weinen begann, fragten sowohl ein Passant als auch ihr hinzugekommener Freund, der nach ihr gesucht hatte, ob sie ihr helfen könnten. Daraufhin verständigte die Frau die Polizei und behauptete, die Männer hätten versucht, sie zu vergewaltigen.
Vorige Woche wurde die Frau wegen Falschaussage zu einer auf drei Jahre bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten und einer unbedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je vier Euro verurteilt.
Ein weiteres pikantes Detail: Die Frau ist derzeit noch Mitglied der FPÖ Traiskirchen und war die Lebensgefährtin eines Vorstandsmitglieds der Freiheitlichen. Stadtparteiobmann Anton Lojowski zeigt sich von den Geschehnissen erschüttert. „So ein Verhalten ist in jeder Hinsicht inakzeptabel“, so Lojowski. „Ich werde der Dame den Parteiaustritt nahelegen, wenn sie diesen Schritt nicht selbst setzt, wird ein Parteiausschluss die Folge sein.“

Traiskirchnerin wegen Falschaussage verurteilt
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