Ohne Chemie geht‘s auch

Das Rosarium wird ausschließlich ökologisch gepflegt

Vor mittlerweile drei Jahren wurden sämtliche chemische Spritzmittel und Kunstdünger aus dem Rosarium verbannt. Schädlinge werden seither nur mehr mit Nützlingen bekämpft. Für diese Anstrengungen wurde Baden nun für den „European Award for Ecological Gardening 2015“ nominiert. 

Zum ersten Mal wird heuer der „European Award for Ecological Gardening 2015 “ (Europäischer Preis für ökologisches Gärtnern) vergeben.
Da die Badener Stadtgärtner das Rosarium bereits seit einigen Jahren ohne den Einsatz von Kunstdünger und Torf sowie gänzlich ohne synthetische Spritzmittel pflegen, wurde dieses Projekt für diesen Award eingereicht. Auch wenn die Konkurrenzprojekte aus Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Tschechien, Großbritannien und Österreich durchaus renommierte Namen tragen, wurde das Badener Projekt von der internationalen Fachjury im Zuge der Erstausscheidung unter die besten 22 von insgesamt 58 eingereichten Projekten gereiht und somit für den European Award nominiert. Damit wird gewürdigt, dass die ökologische Pflege einer Rosenparkanlage europäischen Formats bisher in keiner anderen Anlage europaweit gelungen ist. Im nächsten Schritt wird die internationale Fachjury den Doblhoffpark im Zuge einer Begutachtung vor Ort genau unter die Lupe nehmen und bewerten.
„Bereits seit 2012 wird der gesamte Park ökologisch gepflegt, um einen intakten Lebensraum zu erhalten. Diese Nominierung belegt, dass der „Badener Weg“ der ökologischen Grünraumpflege der richtige ist“, freut sich Bgm. Kurt Staksa.
Für Stadtgartendirektor Gerhard Weber steht fest, dass die ökologische Pflege höheren Zeitaufwand und bessere fachliche Qualifikation der Mitarbeiter erfordert. „So ein Projekt kann man nicht per Dienstanweisung verordnen, da müssen die Mitarbeiter dahinter stehen. Sie sind es auch, die die meiste Zeit im Rosarium verbringen. In erster Linie haben sie sich selbst einen gesunden Arbeitsplatz geschaffen“, sagt Weber, der betont, dass die Umstellung nicht von heute auf morgen erfolgt ist. Schon vor über zehn Jahren hätte man gemeinsam mit der BOKU ein großangelegtes Versuchsprojekt gestartet.
Der Schlüssel zum Erfolg klingt ganz einfach: Ein Wechselspiel von Räubern und Beute. Ein kleiner Teil an Schädlingen bleibt erhalten, damit Nützlinge, wie Marienkäfer, genügend zu Fressen haben.

Ohne Chemie geht‘s auch
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