Flüchtlinge unterstützen Gemeinde bei der Reinigung von öffentlichen Plätzen

Seit letzter Woche helfen Flüchtlinge der Gemeinde bei Reinigungsarbeiten.

TRAISKIRCHEN. – Die anhaltende Überbelegung des Erstaufnahmezentrums zieht ihre Folgen nach sich: Besonders mit der zunehmenden Vermüllung hat Traiskirchen seit geraumer Zeit zu kämpfen. Jetzt unterstützen Flüchtlinge die Gemeinde.

Wo viele Menschen sind, ist auch viel Müll – eine Folge der heillosen Überfüllung des Erstaufnahmelagers. Ein Problem, für das die Infrastruktur der Stadt einfach nicht ausgelegt ist. Bürgermeis-ter Andreas Babler hat sich nun entsprechende Schritte überlegt: „Flüchtlinge unterstützen ab sofort die Stadtgemeinde Traiskirchen aktiv bei der Reinigung von öffentlichen Straßen, Plätzen und in der Schwechat-Au.“
Im Bereich der Reinigung und Pflege des Stadtgebietes würden die Gemeindebediensteten seit geraumer Zeit Überdurchschnittliches leisten. Aufgrund der zunehmenden Belastung für die Gemeindemitarbeiter, hat man nun um Hilfe angesucht. „Nunmehr habe ich darüber hinaus offiziell um Zuteilung von insgesamt 24 Flüchtlingen ersucht, die abwechselnd im Schichtdienst, auch am Wochenende, offiziell im Rahmen von Hilfstätigkeiten für die Stadtgemeinde arbeiten werden.“ Babler erklärt weiter: „Leider war es unumgänglich, hier eine solche Initiative zu setzen. Die Lösung aller Probleme liegt nur in der Auflösung dieser Massenzustände in Traiskirchen durch die Politik. Die mitarbeitenden Flüchtlinge werden jeweils zweimal täglich für vier Stunden, sieben Tage lang und in verschiedenen Trupps unsere Stadt bei der Bewältigung der Reinigung und Pflege im öffentlichen Bereich sowie auch in der Schwechtau unterstützen.“
Für solche Hilfstätigkeiten braucht es keine Arbeitsbewilligung, denn Hilfstätigkeiten, die sich auf einen Zuverdienst von 110 Euro im Monat beschränken, sind gesetzlich erlaubt. „Gesetzlich bin ich hier leider gebunden, dass sie nur 5 Euro in der Stunde verdienen dürfen. Die Flüchtlinge sind unheimlich dankbar, dass sie endlich etwas tun können“, so Andreas Babler. Seit 19. August läuft das Projekt und es läuft gut, so der Bürgermeister. Die Zusammenarbeit mit den Gemeindebediensteten funktioniere und auch sonst gäbe es keine Probleme, denn die helfenden Asylwerber wären immer pünktlich und fleißig.

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