Der nächste Schritt vorwärts

Mit dem Kader sollte heuer das Halbfinale drinnen sein. Obmann Peter Gauss präsentiert stolz die Neuen: Philipp Schuster, Melvin Bolic, Stribor Stojanovic, Alexander Kirchknopf, Clemens Martinek und Trainer Janos Frey. Meisterschaftsstart ist am 11. September auswärts in St. Pölten, das erste Heimspiel steigt am 15. September gegen Gänserndorf. (c) W.Gams

HANDBALL. – Mit neuem Trainer und noch breiterem Kader startete der Vöslauer HC in die Vorbereitung für die zweite Saison in der Handball Bundesliga. Als ehrgeiziges Ziel möchten die Thermalstädter, die jetzt bereits der viertgrößte Handballverein Österreichs sind, heuer das Halbfinale ins Visier nehmen. Und: Am 22. August wartet ein Handballfest der Superlative.

„Wir haben vielleicht nicht den stärksten Kader von den einzelnen Spielern her, aber wir sind sehr, sehr breit aufgestellt und können jede Position doppelt besetzen. Der Kader ist in jedem Fall deutlich breiter als im Vorjahr“, gibt sich Sportdirektor Gilbert Strecker nach Abschluss der Kaderplanung zufrieden. Bereits seit Jänner tüftelten die Vöslauer an der optimalen Zusammensetzung für die neue Saison und sind nun überzeugt, gemeinsam den nächsten Schritt gehen zu können. „Das war heuer auch das erste Mal, dass wir uns in Ruhe auf die nächste Saison vorbereiten konnten“, erklärt Obmann Peter Gauss. Ein Jahr zuvor spielte noch die Ungewissheit mit, ob man den Aufstieg schafft oder nicht, heuer konnte deutlich entspannter gearbeitet werden. Die erste Veränderung gibt es gleich auf dem Trainersessel. Jörg Merten verlässt die Vöslauer, ihm folgt der Ex-Gänserndorfer Janos Frey nach.

Noch offensiver
„Das Anforderungsprofil war, dass wir jemanden mit Bundesligaerfahrung gesucht haben, der taktisch gut ausgebildet ist und junge Spieler weiter bringen kann. Und das hat er in den letzten Jahren bewiesen. Mit Gänserndorf hat er uns letzte Saison drei Mal geschlagen. Wir wollen heuer nun offensiver agieren und leichter Tore erarbeiten“, ist Strecker von der Qualität Freys überzeugt. Auf Spielerseite trennte man sich neben Merten von Martin Abadir, der seine Karriere beendete, und Josip Simunic, Nachwuchshoffnung Thomas Kuhn wechselte in die HLA zu Leoben. Im Gegenzug konnte Philipp Schuster von West Wien fix verpflichtet werden sowie vier weitere Leistungsträger an Bord geholt werden: Aufbauspieler Stribor Stojanovic von den Fivers, Melvin Bolic von Ferlach als linker Flügel (Strecker: „Er ist einer der besten linken Flügel in Österreich zurzeit.“), Kreisläufer Clemens Martinek sowie Tormann Alexander Kirchknopf von Fünfhaus.

Bereits viertgrößter Verein
„Wir können mit diesem Kader jetzt zwei bis drei Jahr weiterspielen, ohne uns Gedanken machen zu müssen. Danach sollten wir alle Positionen mit jüngeren Spielern aus dem eigenen Nachwuchs nachbesetzen können“, erklärt Strecker. Und von dem gibt es jede Menge. Ingesamt starten die Vöslauer heuer mit 21 Mannschaften bzw. 190 Kindern und Jugendlichen in die Meisterschaften und sind damit jetzt bereits der viertgrößte Handballverein Österreichs. „Wir haben viele Altersklassen sogar doppelt besetzt, weil wir wollen, dass die Kinder spielen und Spaß am Handball haben“, so Strecker. Auch die Mädchen-Mannschaften sollen langfristig auf die gleiche Schiene wie die Burschen gebracht werden. „Da werden wir vielleicht noch 3 bis 4 Jahre brauchen“, meint der Sportdirektor.
Mit den Möglichkeiten, die man insgesamt nun hat, möchten die Vöslauer bei den Herren in der Bundesliga nun heuer den nächsten Schritt wagen. „Unser Ziel ist das Halbfinale in der Bundesliga, also unter die Top4 zu kommen und wir wollen im Cup eine gute Rolle spielen und überraschen. Wir sind noch lange nicht am Ende der Straße angekommen“, gibt Gauss die Richtung vor. Langfristig gesehen wollen sich die Thermalstäder im oberen Drittel der Bundesliga etablieren.

Handballfest der Superlative
Einen Vorgeschmack zum „Appetitholen“ bekommen Handballsfans bereits am Samstag, den 22. August. Erstmals dürfen die Vöslauer in der Thermenhalle den Österreichischen Roomz Hotels Super-Cup ausrichten – mit dem Duell Cup-Sieger Fivers gegen Meister Hard das Duell der Creme de la Creme im heimischen Handballsport. „Der Verband war von unserem Konzept begeistert. Wir wollen dabei uns bestmöglich präsentieren und bieten auch der Region damit eine tolle Plattform“, so Gauss. Erwartet werden neben dem ORF bis zu 900 Zuseher. Auch zwei Vorspiele mit Vöslauer Beteiligung und eine große Feier zum 70-jährigen Vereinsbestehen sind geplant. „Ein Muss für Handballfans“, meint Gauss. W.Gams

Der nächste Schritt vorwärts
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