Tremlhof: Jetzt wird‘s ernst

BAD VÖSLAU. – 2014 gab es einen Planungswettbewerb, jetzt wird es ernst mit der Verwertung bzw. Neunutzung des Tremlhof-Areals: In seiner letzten Sitzung Ende März hat der Bad Vöslauer Gemeinderat beschlossen, das Grundstück an die gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft „Alpenland“ zu verkaufen. Fast alle sind damit einverstanden.

66 Wohneinheiten samt 131 PWK-Stellplätzen und eine bis sechs Einheiten zur gewerblichen Nutzung sollen im Tremlhof-Areal auf einer Nutzfläche von insgesamt 8.000 m2 entstehen. Der öffentliche Durchgang von der Wr. Neustädterstraße zur Parkanlage und weiter zur Hügelgasse bleibt bestehen und wird in einem Servitutsvertrag festgeschrieben.
Es war ein Konzept des Projektteams aus der gemeinnützigen Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft „Alpenland“ (Bauträger), Büro Superblock Architektur ZT GmbH (Architekturplanung) und Büro Land.In.Sicht (Freiraumplanung), das die Jury letzten Endes überzeugte, die Entscheidung fiel sogar einstimmig.
In seiner letzten Sitzung beschloss der Gemeinderat nun den Verkauf der 6.382 m2 großen Liegenschaft an den Bauträger – und zwar zu einem Preis von 1,6 Millionen Euro. Bezahlt wird in zwei Raten zu je 800.000 Euro, die erste nach Abschluss des Kaufvertrags, die zweite bei Rechtskraft der bereits im vorigen Gemeinderat beschlossenen Bebauungsvorschriften.
Fast alle zeigten sich mit dem Verkauf einverstanden. Bedenken meldete einzig Helmut Leicher von den Freiheitlichen und Unabhängigen an. „Das, was ich gesehen habe, hat mich nicht wirklich beeindruckt“, so Leicher. „In puncto Verkehr und Lärm ist damit sogar mit einer Verschlechterung zu rechnen, und architektonisch kann ich weder eine Brücke zur bestehenden Bausubstanz, noch etwas archtitektonisch aufregend Neues erkennen. Klar sollte beim Tremlhof etwas weitergehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das der richtige Weg ist. Dieses Projekt ist auf jeden Fall kein wirklicher Fortschritt für unser devastiertes Zentrum.“
„Es gab einen Wettbewerb, bei dem sich vier Experten und drei Gemeindevertreter über zwei Jahre hinweg Gedanken gemacht haben“, meinte Bgm. Christoph Prinz kopfschüttelnd. „Die Ideen wurden in Ausschüssen und im Gemeinderat diskutiert, und dann kommen Sie und finden es nicht gut. Ich fürchte, ich werde Sie nie überzeugen können!“
Der Verkauf der Liegenschaft an die „Alpenland“ wurde letzten Endes bis auf die Enthaltung Leichers einstimmig beschlossen.

Tremlhof: Jetzt wird‘s ernst
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