Die Bühne Baden präsentiert den Spielplan 2015/16

Inga Lisa Lehr und Christoph Filler werden in Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“ zu sehen sein. ©  Lukas Beck

Bunter könnte die Bandbreite kaum sein: Vorige Woche präsentierte der künstlerische Leiter Sebastian Reinthaller das Saisonprogramm der Bühne Baden. „Die Fledermaus“ steht da genauso auf dem Spielplan wie Mozarts „Zauberflöte“.

Nennen Sie mir ein Theater, das eine solche Vielfalt bietet – und das in acht Monaten“, meinte Sebastian Reinthaller, der künstlerische Leiter der Bühne Baden, bei der Präsentation des Saisonprogrammes 2015/16. „Ich habe noch keines gefunden…“
Und die Bandbreite der nächsten Saison ist tatsächlich beachtlich. Von Johann Strauß‘ „Königin der Operette“, der „Fledermaus“, über „Der fidele Bauer“ und das moderne Musical „Hairspray“, Lehárs „Das Land des Lächelns“, der Familienproduktion „In 80 Tagen um die Welt“ und Mozarts „Zauberflöte“ bis hin zu „Die gold‘ne Meisterin“ und dem Musical „Can-Can“ reicht die Palette, von Schauspiel, Konzerten und 10 Veranstaltungen im Max Reinhardt-Foyer ganz zu schweigen.
Reinthaller hat bei der Programmgestaltung bewusst auf Bekanntes und Neues gesetzt. Im Vordergrund steht aber auch weiterhin der an der Bühne Baden tief verwurzelte Operettengedanke – und dem trägt auch das neue Logo Rechnung. „Operette, voll im Trend“ ist da auf einem roten Stempel zu lesen. „Das ist das, wofür wir stehen“, meint auch Geschäftsführerin Martina Malzer. „Robert Herzl hat immer gesagt: Wir sind weltweit das einzige Theater, das so viele Operetten produziert – neben all dem, was wir sonst noch auf den Spielplan setzen. Und er musste es ja schließlich wissen…“
Zehn Jahre lang war „Die Fledermaus“ nicht mehr in Baden zu sehen – lang genug, wie Sebastian Reinthaller meint. „Es ist und bleibt die Königin der Operette. Wir alle kennen die Musik, und deshalb freut es mich besonders, dass wir mit Alexandra Liedtke eine Regisseurin gewinnen konnten, die vom Schauspiel kommt und noch nie Operette gemacht hat. Wir werden also auf jeden Fall neue Akzente setzen, sei es beim Raum oder bei den Kostümen.“ Mit Rudolf Roubinek schlüpft außerdem ein Schauspieler in die Rolle des „Frosch“, der diese prominente Figur noch nie verkörpert hat. „Auch, wenn viele meinen, dass die „Fledermaus“ ein Winterstück ist: Der zweite Akt sprüht nur so vor sommerlichem Ambiente“, meint Reinthaller, der die Sommersaison am 19. Juni bewusst mit Strauß‘ Meisterwerk eröffnen wird – und zwar in der Sommerarena.
Mit „Der fidele Bauer“, „Das Land des Lächelns“ und „Die gold‘ne Meisterin“ stehen in der Saison 2015/16 drei weitere Operettenpoduktionen auf dem Programm. Neben Gastspielen des Landestheaters NÖ gibt es mit „Ernst ist das Leben“ von Oscar Wilde auch im Sommer 2015 eine Koproduktion der Bühne Baden mit St. Pölten.
Mehr Kopfzerbrechen hat Reinthaller dagegen die Musicalproduktion bereitet. Eine klare Abgrenzung zur Operette sollte es werden, und so fiel die Wahl mit „Haisspray“ auf ein vergleichsweise junges Musical. „Da war vor allem die Besetzung eine Herausforderung“, so Reinthaller. „Denn man braucht weiße und schwarze Schauspieler, um die Geschichte zu erzählen. Aber wir haben auch das geschafft.“ Mit „Can-Can“ hat Reinthaller im Winter im Gegensatz dazu ein Musical angesetzt, das ganz auf Showcharakter und französisches Flair setzt.
Als Familienmusical steht diesmal „In 80 Tagen um die Welt“ auf dem Spielplan, und zwar in einer Fassung des langjährigen Ensemblemitglieds Beppo Binder mit Musik von Pavel Singer.
Die Tradition, alle zwei Jahre auch eine Oper zur Aufführung zu bringen, setzt Reinthaller mit keiner geringeren Herausforderung als Mozarts „Die Zauberflöte“ fort. Warum? „Es ist das meistgespielte und bekannteste Musik-
theaterstück. Und es wurde in Baden noch nie gespielt. Warum also nicht? Und ich habe den Tamino oft genug selbst gesungen, es ist ein Stück, das mir tief im Herzen liegt“, meint Reinthaller. „Die „Zauberflöte“ ist eine wahre Spielwiese für den Regisseur. Wir werden einen romantischen und fantasievollen Zugang wählen.“
Abgerundet wird das Programm wieder durch eine Vielzahl an Konzerten: Vom Eröffnungskonzert am 30. Mai mit dem großen symphonischen Liederzyklus von Gustav Mahler über ein Opernkonzert im Sommer bis hin zu den beliebten Faschings-, Weihnachts-, Cross-Over und Neujahrskonzerten.

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