Ausstellung zur Weilburg im Kaiserhaus eröffnet

Im Bild: Michael Salvator Habsburg-Lothringen in Begleitung seiner Frau Pia und StR Hans Hornyik, der als Projektleiter für das Gelingen der Ausstellung verantwortlich zeichnet. Foto: PSB

Seit vergangenen Freitag kann die neue Ausstellung im Kaiserhaus besucht werden. Rund 170 Exponate wurden dafür aus halb Europa und sogar aus den USA zusammengetragen. Im Mittelpunkt stehen neben der Weilburg das Traumpaar seiner Zeit, Erzherzog Carl und Henriette von Nassau-Weilburg.

Im Jahr 1964 wurden die letzten verbliebenen Reste der Weilburg gnadenlos gesprengt. Wo einst der mächtige klassizistische Bau hoch über der Schwechat thronte, haben längst Einfamilienhäuser das Areal zur Gänze „übernommen“.
Bis 1. November dieses Jahres wird die Erinnerung zur Weilburg im Rahmen der Ausstellung im Kaiserhaus gehörig aufgefrischt.
„Es muss sich um ein ganz außergewöhnliches Gebäude gehandelt haben“, sagt Bgm. Kurt Staska, der überzeugt ist, dass die Auffrischung bei den Badenern sehr gut ankommen wird. „Das ist der Beginn einer Reihe von Wechselausstellungen. 2016 geht es weiter mit der Gartenmanie der Habsburger“, verrät Staska schon jetzt.
Mastermind hinter der Ausstellung ist Kulturstadtrat Hans Hornyik, der meint, dass man mit dem Kaiserhaus ein Juwel auf Vordermann gebracht hätte. „Mit dieser Ausstellung ist uns etwas Einmaliges gelungen. Wir zeigen mit dem steinreichen Carl und der geistreichen Prinzessin Henriette auch das Traumpaar des Biedermeier. Wir haben dabei wissenschaftlichen Staub ebenso vermieden, wie auf schwarz-gelben Kitsch, meint Hornyik, dem mit Bettina Nevzal eine erfahrene Kuratorin zur Seite stand. Die Gestaltung übernahm Christian Rapp. Für die Ausstellungsarchitektur zeichnet ausnahmsweise einmal nicht Architekt Gerhard Lindner, sondern seine Frau Martina verantwortlich.
Neben einem nachgebauten Modell der Weilburg sind Originaldokumente, ausgewählte Kunstwerke und diverse Möbel zu sehen. Natürlich darf auch, ein im Sinne Henriettes geschmückter Weihnachtsbaum, nicht fehlen. Wer Zeit hat, der sollte im Fauteuil Platz nehmen, und sich vom digitalen Erzähler die Liebesbriefe des Traumpaares vorlesen lassen.
Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 6 Euro, Kinder von 6 bis 15 Jahre nur die Hälfte. Führungen zum Preis von 2,50 Euro pro Person werden Sa, So und Feiertags um 16 Uhr angeboten.

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