Aktion scharf gegen Hundekot

Die Hundehaufen nicht einmal am Spielplatz (im Bild die Rutsche im Kurpark) wegzuräumen, ist vermutlich der Gipfel der Rücksichtslosigkeit. Foto: Fimberger

Viele Jahre lang hat man beim Thema Hundekot auf Aufklärung gesetzt und versucht, Überzeugungsarbeit zu leisten. Dennoch ist die Zahl der schwarzen Schafe nicht wesentlich gesunken. Jetzt fährt die Gemeinde schärfere Geschütze im Kampf gegen rücksichtslose Hundehalter auf. 

„Wer einen Hund hält oder ihn in Obsorge nimmt, hat dafür zu sorgen, dass der Hund keine öffentlichen Grünanlagen, Kinderspielplätze und ähnlich frequentierte Stellen verunreinigt und ist verpflichtet, derartige Verunreinigungen unverzüglich zu beseitigen“, so steht es in der ortspolizeilichen Verordnung geschrieben.
Dass sich etliche Hundehalter nicht an diese Regel halten, ist täglich und im gesamten Stadtgebiet festzustellen. Selbst auf Spielplätzen finden sich Kothaufen, die von rücksichtslosen Hundehaltern einfach liegen gelassen werden. Nach Jahren des guten Zuredens, reicht es jetzt auch der Stadtgemeinde.
„Der Großteil der Hundebesitzer verhält sich absolut ordnungsgemäß. Leider gibt es aber auch schwarze Schafe, über die sich die Bürger zurecht aufregen“, so Bürgermeister Kurt Staska, der darauf hinweist, dass man oftmals auch über die Medien versucht hätte, Aufklärung zu betreiben. Staska weist auch auf die zahlreichen Sackerlspender hin, die in den letzten Jahren aufgestellt wurden und sich großer Beliebtheit erfreuen. Der Jahresverbrauch hat sich seit 2010 verdoppelt und lag im Vorjahr bereits bei sagenhaften 336.000 Stück.
„Leider hatte das alles nicht den gewünschten Erfolg, deshalb habe ich nun eine Überwachung angeordnet und Aufsichtsorgane nach dem Hundehaltegesetz bestellt“, schildert der Bürgermeister.
Konkret wurden nicht nur die drei Badener Parkwächter sondern auch die Mitglieder der Berg- und Naturwacht vereidigt. Diese sind nun mit einem Ausweis und Dienstabzeichen ausgestattet und berechtigt, von den „Sündern“ an Ort und Stelle bis zu 90 Euro einzuheben. Wer sich weigert zu zahlen, für den kann der Spaß ganz besonders teuer werden. Sobald die Bezirkshauptmannschaft nach einer Anzeige aktiv wird, kann das Bußgeld immerhin bis zu 7.000 Euro betragen.
„Ich finde es sehr bedauerlich, dass wir zu solch drastischen Mitteln greifen müssen. Mit etwas Disziplin wäre das leicht vermeidbar“, meint Kurt Staska, der aber befürchtet, dass einige Unverbesserliche meinen, mit der Hundesteuer auch die Reinigung bezahlt zu haben.

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