Kaserne ist eine heiße Braut

Erst aus der Luft werden die gewaltigen Dimensionen des Areals sichtbar. Für die 50 Objekte auf 72.000 Quadratmetern gibt es mehrere Interessenten. Foto: z.V.g., SIVBEG

Am Freitag der Vorwoche endete die Angebotsfrist für die Martinek Kaserne. Nun steht fest, dass es gleich mehrere Interessenten gibt, die möglicherweise bereit wären, den Kaufpreis von 33,1 Mio Euro auf den Tisch der SIVBEG zu legen. In Kürze wird man wissen, wer den Zuschlag erhält. 

Monatelang wurde über einen möglichen Verkaufspreis für die Martinek Kaserne gerätselt. Im Oktober des Vorjahres stand dann fest, dass man für das rund 40 Hektar große Areal mindestens 33,1 Millionen Euro bezahlen wird müssen.
Am 27. Februar 2015 endete die Angebotsfrist, binnen derer Interessenten die Möglichkeit hatten, das Areal genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch wenn man sich von seiten der mit dem Verkauf beauftragten SIVBEG (strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und EntwicklungsgesmbH) aufgrund des laufenden Verfahrens noch eher bedeckt hält, steht fest, dass es mehrere ernste Interessenten gibt. „Für uns ist aber nichts fix, solange der Kaufvertrag nicht unterschrieben ist“, stellt der SIVBEG-Geschäftsführer Stephan Weninger klar. „Wir müssen jetzt die Qualität der Angebote prüfen. An einige sind Bedingungen geknüpft, die wir so nicht akzeptieren können. Natürlich war es auch für die Käuferseite sehr schwer, in dieser kurzen Zeit alle Risiken abschätzen zu können“, so Weninger, der zuversichtlich ist, schon in drei bis vier Wochen mehr sagen zu können.
Sollte der Verkauf in dieser ersten Runde nicht zustande kommen, so folgt eine offene Ausschreibung ohne Frist. „Der erste, der dann sagt, er will, dem reichen wir gerne die Hand“, erläutert der Geschäftsführer.
Etwas verwundert zeigt sich Bgm. Kurt Staska. „Vor rund einem Jahr gab es Interessenten, die sich bei uns nach den Auflagen der Gemeinde erkundigt haben. Während der Ausschreibung hat aber niemand mit uns Kontakt aufgenommen“, so Staska, der aber darauf hinweist, dass den Verkaufsunterlagen der SIVBEG auch das Papier mit den Bedingungen der Gemeinde beiliegt. Somit müsste jeder wissen, worauf er sich bei dem Kauf einlässt. „Es wäre auch interessant zu erfahren, ob jemand die geforderte Mindestsumme geboten hat oder nicht“, so Staska.

Kaserne ist eine heiße Braut
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