Wahl war so spannend wie noch nie

Der Initiator des überparteilichen Personenkomitees, Claus Grünwald (links) und VP-Clubobmann Rudolf Gehrer zitterten bis zuletzt um jede Stimme. Foto: RaDi

Als wahrer Krimi entpuppte sich die Auszählung der Stimmen. Sah es ursprünglich so aus, als ob die ÖVP drei Mandate verlieren würde, so brachte erst die Nachzählung endgültige Gewissheit. Eine Stimme weniger kostete der SPÖ das achte Mandat, das zur ÖVP wanderte. 

Spannend wie selten zuvor verlief die Auszählung der Stimmen schon am Sonntag Nachmittag. Bedingt durch die etwas geringere Wahlbeteiligung sank die Wahlzahl, jener Wert, der angibt, wieviel Stimmen für ein Mandat notwendig sind, auf knapp unter 295.
Klarer Wahlsieger war die Bürgerliste „wir badener“, die um 660 Stimmen oder drei Mandate zulegen konnte.
Bis zuletzt war man sich im schwarzen Lager sicher, nur zwei Mandate eingebüßt zu haben. Ausgerechnet der letzte Sprengel, der ausgezählt wurde, brachte die Ernüchterung. Sechs Stimmen zuwenig bedeuteten vorerst doch den Verlust von drei Mandaten.
Bei den Grünen ging es ebenfalls mehr als knapp zu. Auch dort schien man lange Zeit ein Mandat dazu gewonnen zu haben. Acht Stimmen fehlten am Schluss, und so muss man sich auch weiterhin mit fünf Sitzen im Stadtparlament zufrieden geben.
Von Punktlandung und einem blauen Auge konnte man bei der SPÖ sprechen. Quasi in allerletzter Sekunde wurde der Verlust von zwei Mandaten abgewehrt. Auf die Stimme genau hielt man nun bei acht Mandaten.
Ebenfalls einen leichten Verlust musste man bei der FPÖ hinnehmen, die dennoch wieder mit zwei Mandataren im Gemeinderat vertreten ist. Erstmals stellten sich die NEOS in Baden der Wahl. Auf Anhieb erzielte die pinkfarbene Truppe 548 Stimmen und einen Sitz im Gemeinderat.
Freud und Leid lagen dann am Dienstag Nachmittag sehr nahe beieinander, als im Anschluss an die Überprüfung aller Stimmzettel feststand, dass der SPÖ aufgrund des amtlichen Endergebnisses doch eine Stimme auf das achte Mandat fehlte.
Die Erleichterung bei Schwarz und Grün war entsprechend groß, muss man sich doch nun, um gemeinsam weiter regieren zu können, keinen dritten Partner an Bord holen. Staska und Krismer beteuern, dennoch mit allen Fraktionen Gespräche führen zu wollen.

Wahl war so spannend wie noch nie
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