Rekordergebnis für die SPÖ in Traiskirchen

TRAISKIRCHEN. – Grund zum Jubeln bei SPÖ und FPÖ, keine groben Veränderungen für die Grünen und herbe Verluste für die ÖVP: Das ist die Kurzfassung des Wahlergebnisses in Traiskirchen. 

Ein Zugewinn um 4,21% auf insgesamt 73,1 % für die SPÖ – und damit das stärkste Ergebnis, das es für die Sozialdemokraten je in der SPÖ-Hochburg Traiskirchen gegeben hat: Eine Bilanz, die sogar Bgm. Andreas Babler sprachlos macht. „Ein unglaubliches Ergebnis. Und offen gesagt ich bin auch sehr gerührt. Das habe ich mir nach meiner erst sehr kurzen Amtszeit und meiner ersten Wahl nicht zu träumen erwagt“, so Babler. „Danke an alle, die mir schon jetzt so stark vertrauen und die mich so stark in dieser Bewegung getragen haben. Auch unglaublich viele junge Menschen.“ Die SPÖ baut damit ihre absolute Mehrheit weiter aus und hält nun 28 von 37 Mandaten – um eines mehr als bisher.
Grund zum Feiern gibt es auch bei den Freiheitlichen. Sie konnten um 4,64% zulegen und 14,04% der Traiskirchner stimmen für sich verbuchen. Damit bekommt die FPÖ zwei Mandate dazu und hält nun bei fünf Sitzen im Gemeinderat. „Das ist ein historischer Erfolg“, freut sich Stadtparteiobmann Anton Lojowski. „So ein Ergebnis hatten wir noch nie, seitdem wir in Traiskirchen antreten. Unser Wahlziel von fünf Mandaten haben wir erreicht.“ Zwei Wermutstropfen sieht Lojowski dennoch. „Zum einen natürlich der große Zugewinn für die SPÖ – Traiskirchen ist eben doch ein bisschen anders“, so der FP-Obmann. „Und es ist schade, dass wir ganz knapp das zweite Stadtratsmandat versäumt haben. Aber im großen und ganzen sind wir zufrieden.“
Weniger Grund zum Jubeln gibt es bei der Traiskirchner Volkspartei. Sie verlor 2,14%, liegt nun bei 8,59% der Stimmen und muss eines ihrer bisher vier Gemeinderatsmandate abgeben. „Es hat alles gegen uns gespielt“, resümiert VP-Stadtparteiobmann Roland Rollett. „Sowohl SPÖ als auch FPÖ haben mit allen ehrlichen und unehrlichen Methoden um Stimmen gekämpft. Was da vor allem die FPÖ über Facebook abgezogen hat, ist geradezu unglaublich und unvertretbar – und auch ein unbeschreiblicher Imageschaden für diese Stadt.“ Er habe gehofft, im Wahlkampf mit Vernunft appellieren zu können, meint Rollett. „Das hat leider nicht funktioniert. Aber ein schwarzer Politiker hat auch keinen Boden in Traiskirchen“, so Rollett. „Egal, wie viele Veranstaltungen man organisiert und was man fünf Jahre lang macht: Vor der Wahl dominiert immer nur ein Thema, nämlich das Flüchtlingslager. Das ist schade.“
Leise Töne schlägt auch Gisela Vitek von den Traiskirchner Grünen an. Sie konnten zwar 0,63% zulegen und liegen nun bei 4,72%, haben aber damit ihr Ziel, sich ein zweites Gemeinderatsmandat zu sichern, ganz knapp nicht erreicht. „Das ist zwar schade, aber für Traiskirchen nicht verwunderlich“, resümiert die Spitzenkandidatin Gisela Vitek. „Diese Stadt ist immer ein bisschen anders als andere, es gibt hier einfach den roten Bürgermeisterbonus.“

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