Pflegezentrum nimmt Gestalt an

Ein Teil des neuen Pflegezentrums ist schon fast fertiggestellt.

TRAISKIRCHEN. – Nach und nach nimmt das Pflegezentrum im Herzen Traiskirchens Gestalt an. Vorigen Donnerstag wurde die Gleichenfeier begangen.

Ein Pflegezentrum mit 78 Betten auf rund 10.000 m2 samt Seniorenfitnesszentrum und dazu 56 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen für Menschen, die noch selbstständig leben können, für die aber im Bedarfsfall sämtliche Betreuungs- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen: All das entsteht derzeit im Zentrum der Stadt. 11,5 Millionen Euro werden investiert, 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Und: Das neue SeneCura Sozialzentrum Traiskirchen wird mit einem speziellen Wohngruppen-Modell einen Schwerpunkt auf Demenzbetreuung setzen.
„Wir wussten von Anfang an: Nur wenn wir den damaligen Bürgermeister Fritz Knotzer überzeugen können, sind wir die Privilegierten, die in Traiskirchen ihr Projekt umsetzen können“, meinte SeneCura-Geschäftsführer Anton Kellner lachend bei der Gleichenfeier am vergangenen Donnerstag. Es war der „letzte Wunsch“ Knotzers bei seinem Ausscheiden aus der Landesregierung im Jahr 2003: Ein eigenes, modernes Pflegezentrum für Traiskirchen.
Und es ist ein ehrgeiziges Projekt, an dem sich auch Stadt und Land beteiligen. So wird es in Traiskirchen ab 2016 auch neue Vertragsbetten geben, bei denen das Land die Differenzbeträge deckelt.
In das Pflegezentrum intergriert wird ein zweigruppiger Kindergarten mit Bewegungsraum. „Wir wollen bewusst auf den Dialog der Generationen setzen“, meinte Bgm. Andreas Babler. „Eine Gesellschaft misst sich daran, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht. Es ist wichtig, dass die Menschen auch im hohen Alter in dem Ort bleiben, in dem sie gelebt haben, wo ihre Verwandten sind. Das gibt auch den Anghörigen Sicherheit. Wir wollen unser dichtes soziales Netz in Traiskirchen weiter ausbauen.“
Im Ort bleiben, am Leben teilhaben: Das sei die zentrale Aufgabe, wenn es um den Bau neuer Pflegezentren geht – das betonte auch die zuständige Landesrätin Barbara Schwarz. „Es ist keine Lösung, schöne Bauten am Stadtrand zu errichten und ihnen dann schöne Namen wie „Waldesruh“ zu geben, wie das in den 70er Jahren üblich war“, bekräftigte Schwarz. „Ich würde selbst gern das Leben spüren, wenn ich einmal älter bin – und zwar in dem Ort, in dem ich gelebt habe. Es ist unsere Aufgabe, die verschiedenen Generationen wieder zusammenzubringen. Die Menschen, die in Zukunft hier ihr Zuhause finden, sollen nicht das Gefühl haben, abgeschoben zu werden, sondern aufgenommen.
In Betrieb gehen soll das neue Pflegezentrum schon 2016. Abgerundet wird das Angebot durch Kurzzeit- und Übergangspflege beziehungsweise Tagespflegemodelle.

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