ÖVP sichert sich die Absolute in Pfaffstätten

PFAFFSTÄTTEN. – Die ÖVP verliert in Pfaffstätten zwar fast vier Prozent an Stimmen, gewinnt aber trotzdem ein Mandat dazu. Denn: Pfaffstätten ist gewachsen und hat insgesamt zwei Mandate mehr zu besetzen. Die FPÖ schafft den Einzug in den Gemeinderat, die SPÖ muss deutliche Verluste hinnehmen und die Grünen können ihre beiden Mandate halten.

Weil Pfaffstätten in den letzten fünf Jahren gewachsen ist, gab es im Weinort auch mehr Mandate zu vergeben, nämlich 23 statt wie bisher 21. Die Anzahl der Gemeinderäte richtet sich nach der Einwohnerzahl in einer Gemeinde, und die ist in Pfaffstätten in den letzten Jahren auf über 3.001 angewachsen.
Bgm. Christoph Kainz (ÖVP) muss zwar einen Stimmenverlust hinnehmen, bleibt aber trotzdem unangefochten die stärkste Partei im Ort: 69,07% der Wähler machten ihr Kreuzerl bei der Volkspartei im Vergleich zum Jahr 2010 ein Verlust von 3,96%. Damals hatten 73,03% der ÖVP ihre Stimme gegeben. Damit gewinnt die ÖVP ein Mandat dazu und hält nun 17 von 23 Mandaten – und so auch die klare absolute Mehrheit.
„Ich freue mich über diesen klaren Wiederauftrag“, meint Bgm. Christoph Kainz zum Pfaffstättner Ergebnis. „Und ich freue mich auch darauf, mit allen im Gemeinderat vertretenen Partien zum Wohl unserer Heimatgemeinde weiterzuarbeiten. Jetzt geht es darum, die Arbeit für die nächsten fünf Jahre auf- und die Ausschüsse einzuteilen. Packen wir‘s an!“
Stimmverluste musste auch die SPÖ hinnehmen: Sie verliert 7,01% und hält nun bei 10,11%. Im Vergleich zum Jahr 2010, als noch 17,12% der Pfaffstättner den Sozialdemokraten ihre Stimme gegeben haben, natürlich ein herber Verlust, wie der junge Spitzenkandidat Marcus Ebert einräumt. „Wir haben das Beste gehofft, dass es so bitter geendet hat, ist natürlich schade“, so Ebert. „Wir sind mit einem ganz frischen Team angetreten. Die letzten fünf Jahre haben wir genutzt, um uns völlig neu aufzustellen: Jüngere und ältere Mandatare, Männer und Frauen, bunt gemischt. Es ist ein tolles Team. Aber offenbar dauert es ein bisschen länger, als wir gedacht haben, um all das auch nach außen zu transportieren. Wir werden die nächsten Jahre dazu nützen, um unser Profil weiter zu schärfen.“ Potenzial sieht Ebert für die SPÖ aber auf jeden Fall in Pfaffstätten. „Man sieht ja an den umliegenden Gemeinden, dass es da Raum für die SPÖ gibt“, so Ebert. „Zum Beispiel in Traiskirchen oder Trumau, wo die SPÖ ihre Führungen sogar noch weiter ausbauen konnte.“
Die Grünen unter Spitzenkandidatin Elisabeth Rigler konnten ihre beiden Mandate halten. Sie verzeichnen mit 1,49% ein sanftes Plus. 11,35% machten ihr Kreuzerl bei den Grünen, 2010 waren es noch 9,86% gewesen.
Den Einzug in den Gemeinderat schafft die FPÖ, die erstmals in Pfaffstätten angetreten ist. Spitzenkandidat Andreas Stupka kann mit seinem Team 9,47% für sich verbuchen und sich so zwei Mandate im Pfaffstättner Gemeinderat sichern.

ÖVP sichert sich die Absolute in Pfaffstätten
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