Korrekt wählen ist nicht schwer

Am kommenden Sonntag wird in 570 NÖ- Gemeinden gewählt.  Mit 265 Kandidaten, die von sechs verschiedenen Gruppierungen nominiert wurden, fällt in Baden die Wahl so schwer wie schon lange nicht. ÖVP und „wir badener“ setzen auf ein reines Vorzugsstimmenmodell. 

Mit 72 Kandidaten stellt die SPÖ am kommenden Sonntag die mit Abstand größte „Mannschaft“. Die Liste „wir badener“ geht mit 59 Damen und Herren an den Start.
Knapp dahinter folgen die Grünen, die 58 Kandidaten aufbieten. 54 sind es bei der ÖVP, 16 bei der FPÖ und die NEOS, die erstmals in Baden antreten, werfen sechs Männer und eine Frau in die Schlacht.
Während SPÖ, GRÜNE, FPÖ und NEOS auf das klassiche System setzen und die Platzierung auf der Liste über den Einzug in den Gemeinderat entscheidet, ist bei „wir badener“ alles- und bei der ÖVP fast alles offen.
Bei diesen beiden Gruppierungen müssen alle Kandidaten um Vorzugsstimmen rittern (bei der ÖVP stehen nur Kurt Staska und drei von ihm benannte Quereinsteiger fest. Erst am Mittwoch nach der Wahl werden alle Vorzugsstimmen ausgezählt sein und somit auch die Gemeinderäte für die kommenden fünf Jahre feststehen.

Wer kann wählen?
Wahlberechtigt ist am 25. Jänner jeder österreichische Staatsbürger und jeder Staatsangehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, der spätestens am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat, vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen ist und in der Gemeinde seinen ordentlichen Wohnsitz hat und im Wählerverzeichnis der Stadt Baden eingetragen ist.
Gewählt muss in jedem Fall in Baden werden. Die Stimmabgabe in einer anderen Gemeinde ist bei der Gemeinderatswahl nicht möglich. Wer aus welchem Grund auch immer nicht in seinem eigenen Sprengel wählen kann, der hat die Möglichkeit, mit einer zuvor gelöste Wahlkarte auch in einem anderen Wahllokal als dem eigenen zu wählen.

Letzte Chance auf eine Wahlkarte!
Die letzte Möglichkeit eine Wahlkarte zu beantragen, ist Freitag, 23. Jänner bis spätestens 12 Uhr. Der mündliche Antrag ist persönlich zu stellen und dabei die Identität des Antragstellers durch ein Dokument nachzuweisen (z.B. Personalausweis, Pass oder Führerschein). Die Wahlkarte, mit der man seine Stimme direkt im Rathaus abgeben kann, kann bei der Stadtgemeinde, Fachbereich Wahlen und Statistik, Hauptplatz 1, Parterre rechts, Zimmer 0.03, beantragt werden.

Wann kann gewählt werden:
Die Wahllokale haben in Baden von 7 bis 16 Uhr geöffnet. Ausnahme: Wahlsprengel 33 (Landesklinikum Thermenregion Baden samt NÖ Landespflegeheim). Dort kann man von 8 bis 14 Uhr seine Stimme abgeben.

Wie wählt man richtig?
Wer seine Stimme am Sonntag in der Wahlzelle abgibt, der kann entweder den amtlichen Stimmzettel oder einen jener Stimmzettel verwenden, die von den Kandidaten in großer Zahl ausgesandt wurden (nichtamtliche Stimmzettel).
Auf dem amtlichen Stimmzettel kann nur eine Partei angekreuzt werden. Darüber besteht die Möglichkeit, eine oder mehrere Vorzugsstimmen zu vergeben. Diese sind in Blockschrift in dem dafür vorgesehenen Feld einzutragen. Mehrere Vorzugsstimmen können nur an Kandidaten derselben Partei vergeben werden, sonst ist der Stimmzettel ungültig. Wer beispielsweise sein Kreuzerl bei der SPÖ macht, aber einem ÖVP-Kandidaten die Vorzugsstimme gibt, der hat automatisch ÖVP gewählt. Es zählt Person vor Partei.
Bei mehreren Vorzugsstimmen erhalten die Kandidaten Wahlpunkte. Der an oberster Stelle genannte Kandidat erhält die meisten.
Wer die „nichtamtlichen Stimmzettel“ der Kandidaten verwendet, der kann ebenfalls einen oder mehrere Zettel in das Kuvert stecken. Auch hier gilt: alle Kandidaten müssen derselben Partei angehören. Bei mehreren Kandidaten entscheidet die Reihung auf der Liste über die Vergabe der Wahlpunkte.
Wer in der Aufregung in der Wahlzelle etwas falsch macht, der kann sich einen neuen amtlichen Stimmzettel aushändigen lassen. Der Stimmzettel, der falsch ausgefüllt wurde, muss zerrissen und zur Wahrung des Wahlgeheimnisses mitgenommen werden.

Korrekt wählen ist nicht schwer
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