Aus Helfern wurden Freunde

Immer wieder reisen Badener Freiwillige nach Afrika, um in Tanzania Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Zur Zeit wird fleißig an der Fertigstellung des Pfarrzentrums gearbeitet. Foto: z.V.g.

Begonnen hat alles im Jahr 2005, als die Pfarre St. Josef sich auf die Suche nach einer Partnergemeinde gemacht hat. Nicht gerade ums Eck ist man in Tanzania fündig geworden. Mittlerweile hat man einige große Projekte miteinander umgesetzt, aus den Badener Helfern wurden gute Freunde. 

Vor genau 10 Jahren beschloss der Arbeitskreis Weltkirche der Pfarre St. Josef unter seiner Leiterin Hermine Korn und Pfarrer Karl Bock, sich um eine Pfarr-Partnerschaft zu bewerben. Schließlich kam der Kontakt zu Father Ado Kayanda Mwageni zustande, der kurz davor die Leitung der Pfarre Luduga übernommen hatte. Dieser kleine Ort liegt im Südwesten von Tanzania in einem trockenen, sandigen Hochland. Von den rund 4.000 Menschen, die im Einzugsgebiet der Pfarre leben, sind 1.540 Katholiken. Die meisten der Wohnhäuser sind aus Ziegeln gebaut, die direkt vor Ort hergestellt werden. Die Dächer werden mit Blech gedeckt. Gekocht und geheizt wird mit Holz, das in den umliegenden Buschwäldern gesammelt wird.
Strom gibt es in Luduga keinen, einzig der Pfarrhof verfügt über eine kleine Photovoltaik- Anlage. Da die Erzeugung von Strom mit Dieselgeneratoren sehr teuer ist, benutzen die Dorfbewohner in der Regel lieber Kerosinlampen.
Neben dem fehlenden Strom, stellt vor allem die Wasserversorgung eine große Herausforderung dar. „Wasser für Luduga“, war auch das erste konkrete Projekt, für das die Badener Partner, die mittlerweile Unterstützung durch engagierte Wr. Neustädter bekommen hatte, die Ärmel aufkrempelten. Im Sommer 2008 flog erstmals eine Arbeitsgruppe nach Dar es Slam, wo sie bereits von Father Ado erwartet wurde. Gemeinsam mit einheimischen Arbeitern und Helfern wurden zwei Wasserspeicher errichtet. Ein Jahr später reiste wieder eine Gruppe nach Luduga, um einen weiteren Speicher in Betrieb zu nehmen.
Im Lauf der Jahre folgte viele weitere Projekte. Ein Geländewagen wurde ebenso angeschafft, wie zwei Laptops. Nicht nur Wohnhäuser für arme Familien, auch ein Tagesheim für Waisen und bedürftige Kinder wurden finanziert und gebaut. Erst im Vorjahr war wieder eine Projektgruppe in Tanzania, um im Heim Fußböden zu verlegen und die Mauern zu verputzen. Mit dem Bau eines Pfarrzentrums läuft parallel seit 2011 das bislang größte Hilfsprojekt. So alles nach Plan verläuft, wird man heuer im Sommer die Eröffnung feiern können.
Seinen Besuch in Österreich nützte Father Ado in den vergangenen Wochen, um Freunde und Partner zu besuchen. Immerhin gilt es die letzten 13.000 Euro, die man noch in das Pfarrheim investieren muss, aufzutreiben. Wer mitarbeiten- oder die Projekte finanziell unterstützen möchte, der ist herzlich eingeladen, sich in der Pfarre St. Josef in Leesdorf zu melden.

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