Ökostrom vom Gemeindedach

Diejenigen anspornen, die selbst entweder nicht die finanziellen Mittel oder keine geeigneten Möglichkeiten haben, in eine eigene Photovoltaik- oder Solaranlage zu investieren: Das war eine der Grundideen hinter dem Photovoltaik-Bürgerbeteiligungsmodell. 50 Module sind noch erhältlich.

Umweltfreundlicher Strom von gemeindeeigenen Dächern, gepaart mit einem Bürgerbeteiligungsprogramm: 2013 wurde das Projekt „Vöslauer ÖKO-Strom vom Gemeindedach“ ausgearbeitet und die städtischen Dächer im Hinblick auf ihre Eignung für die Anbringung von Photovoltaikanlagen überprüft, 2014 konnten die Bürger schon einzelne Module erwerben.
Ein Projektpartner, in diesem Fall die Firma „10hoch4“, sorgt für den Aufbau, die Wartung und Instandsetzung der Anlagen über den vereinbarten Vertragszeitraum und garantiert einen positiven Ertrag für die Bürger.
300 Euro kostet ein Modul, kaufen darf jeder volljährige Bad Vöslauer Bürger – und zwar so viele Module wie er oder sie möchte. Dazu wird ein Formular bzw. ein Vertrag unterzeichnet. Die Privatanleger, also die Bürger, vermieten die erworbenen Module an „10hoch4“ zurück. So ermöglichen die Bürger durch ihre Investition die Errichtung von Anlagen zur umweltschonenden Stromgewinnung, von der wiederum die Gemeinde profitiert.
Konkret funktioniert das folgendermaßen: Die Firma „10hoch4“ montiert die Module der Bürger auf den von der Stadtgemeinde gratis zur Verfügung gestellten Dachflächen und sorgt auch für die Wartung der Module. Darüberhinaus überweist „10hoch4“ den Anlegern über eine Dauer von 13 Jahren eine Miete von 10,50 Euro je Modul. Nach Ablauf der Vertragsfrist von 13 Jahren erhält der Bürger die anfangs investierten Modulkosten wieder zurück. Für 300 Euro Investment werden bei 13 Jahren Laufzeit so 436,40 Euro erzielt – 136,50 Euro Miete und 300 Euro Rückzahlung im 13. Jahr.
Die Photovoltaik-Module können über die Homepage www.pvbadvoeslau.at oder direkt bei „10hoch4“ unter 0676/3090780 erworben werden. „50 Stück sind noch erhältlich“, so Bgm. Christoph Prinz. „Wer investieren will, sollte also schnell sein. Es ist auf jeden Fall eine nachhaltige und ethisch sinnvolle Geldveranlagung.“
Nach der Amortisationszeit werden die Anlagen der Stadtgemeinde übergeben. „Wir können diese dann noch Jahre weiter betreiben, so ist dieses Modell auch für die Gemeinde attraktiv“, so Prinz.

Ökostrom vom Gemeindedach
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