Friedenspreis für Badenerin

Vor einigen Jahren hat Edit Fleischberger begonnen, sich in internationalen sozialen Projekten zu engagieren. Neben Nigeria und Indien, ist ein weiteres Vorhaben in Ghana in Vorbereitung. Vor kurzem wurde sie am Weltfriedenstag von der UNO für ihren Einsatz ausgezeichnet.

Edit Fleischberger ist vielen Badenern als Mitarbeiterin der Sparkasse Baden in bester Erinnerung. Was aber viele nicht wissen, die mittlerweile pensionierte Bankerin ist auch engagierte Helferin.
Vor mittlerweile vier Jahren hat Fleischberger gemeinsam mit drei Mitstreitern ein Hilfsprojekt in Nigeria ins Leben gerufen. Kurzerhand gründete sie mit einem Nigerianer, einer Finnin und einem Pakistani einen Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, armen Landbewohnern unter die Arme zu greifen. „Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe und stellen nicht nur Ackerland, sondern auch die nötige Gerätschaft zur Bewirtschaftung zur Verfügung“, schildert die Badenerin, die sich freut, dass ihr Projekt bereits Früchte trägt und die Menschen vor Ort tatsächlich schon in der Lage sind, Produkte wie Mais, Reis und heimisches Gemüse auf umliegenden Märkten verkaufen- und so ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. „Leider sind die Einnahmen nicht sehr hoch. Gerade jetzt ist wieder ein Traktor kaputt gegangen, den müssen wir auf unsere Kosten reparieren lassen“, schildert Edit Fleischberger, die gemeinsam mit ihren Kollegen Einnahmen durch das Kochen und Verkaufen von Speisen bei verschiedenen nationalen und internationalen Veranstaltungen lukriert.
„Nachdem wir ein sehr kleiner Verein sind, wissen wir ganz genau, was mit unseren Spendengeldern passiert. Jeder Euro kommt bei den Menschen, die ihn brauchen, auch an. Es geht kein Geld für irgendwelche organisatorischen Tätigkeiten verloren“, so die gebürtige Ungarin, die nach ihrer Pensionierung die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin absolviert hat. Im Anschluss daran musste sie ein Praktikum absolvieren, das sie zu den Straßenkindern nach Indien geführt hat. Einige Wochen lang betreute sie bis zu 50 Kinder im Rahmen eines Don Bosco- Projektes der Salesianer. Seit damals hat sie nicht aufgehört, „ihre“ Kinder finanziell zu unterstützen. Schuluniformen und Schreibzeug können nun dank ihrer Spenden regelmäßig angeschafft werden. Als wäre das nicht genug soziales Engagement, hat Fleischberger schon ein weiteres Projekt in Planung. Sie möchte einen Kindergarten in Ghana gründen.
Mehrmals war sie in den letzten Jahren im Rahmen ihrer Tätigkeiten in der Wiener UNO-City zu Gast, um an Kongressen zu den Themen Kriminalität oder Gewalt teilzunehmen. Dennoch kam die Einladung, die sie im Vorfeld zum Weltfriedenstag im September von der UNO erhalten hat, völlig überraschend.
„Der Präsident der Weltfriedens-organisation, Peter Haider hat mich angerufen und mir gesagt, dass er mir etwas überreichen möchte. Ich war völlig aus dem Häuschen“, erinnert sich Fleischberger, die als frischgebackene Friedensbotschafterin auch gleich eine Rede vor 500 Delegierten halten musste. „Ich habe drei Teilnehmer auf die Bühne gebeten, jeder hatte eine andere Hautfarbe, trotzdem waren wir alle Menschen. Open your mind, hearts and hands, war die Empfehlung, die ich gegeben habe. Es ist wichtig, den Leuten ohne Vorurteile zu begegnen. Kein Mensch ist perfekt, jeder sollte Toleranz üben und oft genügt es schon, ein Lächeln zu schenken. Wenn ich helfen kann, dann tu ich das gerne“, beschreibt Edit Fleischberger ihr Lebensmotto.

Friedenspreis für Badenerin
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