Ein Badener im Pinzgau

Der bekannte Tribuswinkler Künstler Knud Tiroch gab vor kurzem seiner Renata das Ja-Wort im Gut Brandlhof. V.l.: Ex-Skistar Hans Enn, die Brandlhof-Chefs Alex Strobl & Birgit Maier, Renata & Knud Tiroch und Christian Clerici. Fotos: z.V.g.

Wie so oft, führte auch im Leben von Alexander Strobl der Zufall Regie. Vor 25 Jahren wurde der Badener ins Salzburgerland geschickt, um bei Saalfelden ein ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum zu leiten. „Unglücklicherweise“ verliebte er sich in die Hotelbetreiberin des „Gut Brandlhof“ von nebenan. 

Alexander Strobel erblickte 1963 in Baden das Licht der Welt. Wie die meisten seiner Altersgenossen „landete“ auch er im Gymnasium in der Biondekgasse. „Nach vier Jahren wollten sie mich dort aber nicht mehr haben“, lacht Alex Strobl, der daraufhin eine Spenglerlehre absolvierte. Nach dem Präsenzdienst entschied er, als Berufssoldat beim Bundesheer zu bleiben. Vier Jahre lang war er in der Heereskraftfahrschule als Lehrer tätig. 1984 heuerte Strobl dann beim ÖAMTC als Fahrsicherheitstrainer an. Drei Jahre später wurde er Instruktor im neu eröffneten Fahrtechnikzentrum in Teesdorf. „Das war ein Riesending, der Wunsch nach Erweiterung in den Westen des Landes wurde schnell laut“, erinnert sich der 51-Jährige, der sich für das neue Zentrum in Saalfelden bewarb und aufgrund seiner Erfahrung von seinen Vorgesetzten gerne als Leiter verpflichtet wurde. „Schon als Kind habe ich in dieser Gegend auf Pfadfinderlagern oder bei Skiurlauben viel Zeit verbracht“, schildert Strobl.
1889 war es dann soweit. Das neue Fahrtechnikzentrum Saalfelden, in einer ehemaligen Schottergrube und direkt neben dem Hotel Gut Brandlhof gelegen, wurde eröffnet. Wenig überraschend hatte der Badener auch bald einen geschäftlichen Termin mit der Hotelbesitzerin Birgit Maier. Bei der Geschäftsbeziehung blieb es allerdings nur wenige Stunden. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sind sich die Beiden auch heute noch einig. So kam es, wie es kommen musste, das Fahrtechnikzentrum entwickelte sich ebenso prächtig, wie das Hotel, das mehrmals ausgebaut werden musste, um dem Gästenandrang gerecht zu werden. 2005 stellte Birgit Maier ihren Alexander, der längst ihr Ehemann geworden war, vor die Alternative: Entweder ein neuerlicher Ausbau, ab dem er das Hotel gemeinsam mit ihr leiten sollte, oder alles bliebe, wie es ist.
„Nachdem beim ÖAMTC für mich die Arbeit eigentlich getan war, musste ich mir diese Herausforderung nicht lange durch den Kopf gehen lassen“, sagt Strobl, der zwischenzeitlich auch als Präsident die Verantwortung für die Golfanlage, die 1985 gleich neben dem Hotel errichtet wurde, übernommen hat. Vor allem die vierbeinigen Begleiter der Sportler merkten schnell, dass neue Besen gut kehren, konstruierte Strobl doch eigens für sie eine Hundebox, die an Golfcarts montiert werden kann. Auf einer Seite offen, können die Hunde jederzeit zu- oder aussteigen. Versteht sich fast von selbst, dass auch das Wasser für die besten Freunde gekühlt ist.
Seit dem letzten großen Ausbau stehen in dem 4-Sterne Superior Hotel jetzt 200 Suiten und Zimmer in 12 Kategorien zur Verfügung. Zwei Drittel davon sind in alpinem Stil und ein Drittel in urbanem Design gestaltet. 3.500 m2 Konferenzzentrum mit 19 Seminar- und Tagungsräumen für bis zu 700 Personen in einem Raum sind ebenfalls Bestandteil des Hotels. Sehen lassen können sich auch der Squashcourt, die Kegelbahn, der umwerfende SPA- & Wellness-Bereich und das Fitness-Center, das alle Stückerl spielt. Wer lieber im Freien aktiv ist, dem wird neben dem 18-Loch Golfplatz samt zugehöriger Übungsanlage ein Jagdbogenparcours, eine Challenge Zone mit Flying Fox & Skywalk und eine Tennisanlage geboten. Dafür, dass den Gästen tatsächlich kein Wunsch unerfüllt bleibt, sorgen 130 Mitarbeiter. „Für uns ist das Hotel unser erweitertes Wohnzimmer, da wollen wir es eben schön haben“, sind sich Birgit Maier und Alexander Strobl einig.

Ein Badener im Pinzgau
0 votes, 0.00 avg (0% score)

Auf Mobile-Version umschalten