Vielfalt erleben am Grünen Markt

Könnte der Grüne Markt sprechen, hätte er wohl so einiges zu erzählen. Was bereits im 14. Jahrhundert als Jahr- und Wochenmarkt begann, ist heute ein Fixpunkt des Badener Gesellschaftslebens und Anziehungspunkt für Gäste von Nah und Fern. Dank dem Mix aus Gastronomie und Lebensmittelhandel erlebt das Badener Kleinod gerade einen Aufschwung.

„Der Grüne Markt entwickelt sich langsam aber sicher zum neuen HotSpot in Baden. In den vergangenen Monaten kam jede Menge Bewegung in diesen wunderschönen Teil unserer Stadt“, so Bgm. Kurt Staska, der sich freut, dass der Dornröschenschlaf des Grünen Marktes endlich ein Ende gefunden hat. „Die Wetterfestigkeit dank des Daches, die engagierten Betriebe und die Vielfalt machen ihn zu unserem kleinen Naschmarkt“, fügt er hinzu.
Dass die Badener seit jeher gerne auf den Markt gehen, zeigt ein Blick in die Geschichte: Zuvor am Hauptplatz angesiedelt, wurde das Marktgeschehen 1811 auf den heutigen Erzherzog Rainer-Ring verlegt. Dieser Platz wurde schnell zu klein, und so erwarb man das Leopoldsbad und den Leopoldshof, der sich als Standort schnell bewährte. 1891 wurde der Grüne Markt an seinem heutigen Standort endgültig eingerichtet. Die liebevolle Bezeichnung „Grüner Markt“ geht übrigens darauf zurück, dass neben Fleisch, Fisch und anderen Waren auch Obst und Gemüse, Grünzeug also, erhältlich war. Zahlreiche Neuerungen gab es in den Anfängen des 20. Jahrhunderts unter Bgm. Alois Brusatti. In dieser Zeit entwickelte sich auch das heutige Aussehen des Marktes mit seinen grünen, charakteristischen Hütten, die bis 1995 von Außen begehbar waren.
Heute präsentiert sich der Grüne Markt modern und vielfältig. Neben Obst und Gemüse, gibt es Schnittblumen und zahlreiche Gastronomiebetriebe laden mit Angeboten von Suppen über Alpenlachs bis zu Hotdog und veganen Burgern zum Verweilen ein. Viele Geschäfte werden seit Jahren als Familienbetrieb geführt, andere haben sich erst seit kurzem etabliert. Von seinem Flair hat der Grüne Markt mit den Jahren nichts eingebüßt: „Man trifft hier immer Leute. Sowohl die Geselligkeit als auch der Qualitätsanspruch bei den Produkten kommen nicht zu kurz“, so Staska, der sich eine Erweiterung des Marktes durchaus vorstellen könnte und immer offen für neue Ideen ist. „Bei Bedarf könnte man über eine Aufstockung des Parkdecks nachdenken und den angrenzenden Parkplatz in den Grünen Markt integrieren“, denkt Staska im Gespräch mit der BZ laut nach. „Fakt ist, dass das Gerücht, in Baden wäre nichts los, sich mittlerweile tatsächlich als reines Gerücht erweist. Und das ist gut so.“ Am Freitag, 29. August, ab 19 Uhr wird am Grünen Markt übrigens das 1. Sommerfest gefeiert. Der Eintritt ist frei.

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