Neue Traumzeit für Baden

Schlusssprint zur neuen Bestzeit. Stanley Kirui pulvierisierte den bestehenden Streckenrekord beim Badener Sparkassen Stadtlauf. (c) W.Gams

LAUFEN. – Der Badener Sparkassen Stadtlauf am vergangenen Sonntag wurde zum Lauf der Rekorde. Nicht nur bei den Anmeldungen, sondern auch aus sportlicher Sicht. Mit über 13 Minuten Vorsprung sicherte sich der Kenianer Stanley Kirui überlegen den Sieg und überbot den alten Streckenrekord damit um unglaubliche fünf Minuten.

Er hätte wahrscheinlich auch bei der alten Streckenführung für eine Bombenzeit gesorgt, so war er auf dem neu gesteckten Rundenkurs aber noch schneller. Der Kenianer Stanley Kirui erfüllte am Sonntag beim Badener Sparkassen Stadtlauf nicht nur alle Erwartungen, sondern übertraf sie auch noch. Mit einer Zeit von 1:04:53 Stunden über die Halbmarathon-Distanz kratzte er an seinem persönlichen Bestwert, pulverisierte er den alten Streckenrekord um gleich fünf Minuten und erreichte damit das Ziel 13 Minuten vor dem Zweiplatzierten Gutensteiner Stefan Lackinger und dem Deutschen Matthias Bauer auf Rang drei. „Ein Wahnsinn, eine Spitzenzeit. Da sieht man aber auch, dass es eine schnelle Strecke ist, obwohl er dabei einige Überrundungen machen musste. Stanley war selbst überrascht, wie schnell er war“, zeigte sich auch Dominik Gschiegl von Co-Veranstalter Vision05 beeindruckt. Und er versprach: „Wir werden nächstes Jahr wieder versuchen, ihn nach Baden zu holen“.

Schnelle „Ersatzfrau“
Und dabei musste Kirui ohne seinen „Schrittmacher“ und Landsmann Hirum Wangadi auskommen, der kurzfristig absagen musste. Stattdessen ging aus dem kenianischen Lager die 23-jährige Rodah Jepkorir Tanui an den Start, die über die 10km-Distanz mit einer Zeit von 35:20 die Männerwelt hinter sich ließ. Bis auf Branco Moser, der mit 34:44 noch knapp vor der afrikanischen Läuferin landete und sich den Sieg über die klassische Distanz  sicherte. Die Kenianerin sorgte damit für die schnellste je in Baden gelaufene Zeit einer Frau und überbot die alte, 2010 aufgestellte Bestmarke um drei Minuten. Zweitschnellster Mann wurde Bezirks-Athlet Alexander Bader, gefolgt von Roman Salomon. „Die Strecke ist wirklich deutlich schneller. Vor allem für die Halbmarathon-Läufer ist es ein großer Vorteil, nur mehr vier und nicht sechs Runden zu rennen“, meinte Badener nach dem Rennen.
Bei den Frauen gingen die Plätze zwei und drei an Ingrid Dlauhy und Michaela Reischer. Über die Halbmarathonstrecke feierte Teresa Feit einen überlegenen Sieg (1:36:49) vor Eva Kyes und Doris Hantschke.

Plus bei der Jugend
Grund zufrieden zu sein hatte man bei den Veranstaltern Vision05 und Black Jacks Baden aber bereits vor dem Startschuss. Mit rund 1.700 Startern konnte bei Kaiserwetter nicht nur ein neuer Teilnehmerrekord erzielten werden, vor allem bei den jüngsten  Startern geht die Tendenz stark nach oben. Waren es vor zwei Jahren noch 300 Kinder und Jugendliche, konnte diese Zahl im Vorjahr  auf 450 und heuer auf fast 600 gesteigert werden. „Ich glaube, man hat gesehen, dass wir uns viel für den Nachwuchs überlegt haben und das Rahmenprogramm auch sehr gut angenommen worden ist“, meint Gschiegl. „Aber das Potential des Stadtlaufs ist noch nicht komplett ausgeschöpft“, meinen die Veranstalter trotzdem. Denn vor allem aufgrund der heuer neu adaptierten Streckenführung erhofft man sich Impulse für die kommenden Läufe. „Wir haben viele positive Reaktionen erhalten, und die Leute haben gesehen, was jetzt für Zeiten möglich sind. Ein großes Dankeschön auch an die Stadtpolizei, die das ermöglicht hat“, ergänzt Gschiegl. W.Gams

Alle Bilder vom Badener Sparkassen Stadtlauf

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