Das kann richtig teuer werden

Der Parkplatz beim Fachmarktzentrum in der Dammgasse wird regelmäßig zur Falle. Fahrzeuge rollen nur allzu leicht über die sanfte Abschrägung in den Graben. Die Feuerwehr warnt vor selbstständigen Rettungsversuchen. Wenn die Ölwanne aufreißt, wird‘s erst richtig teuer. 

Nicht zum ersten Mal berichten wir an dieser Stelle von den Tücken des Parkplatzes beim Fachmarktzentrum. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein unaufmerksamer Autofahrer in einem der Gräben zwischen den Parkplätzen landet. In der Vorwoche wurde wieder einmal die Feuerwehr zu Hilfe gerufen, um einen hängen gebliebenen Lieferwagen aus dem Sickergraben zu bergen.
Für den Kommandanten der zuständigen Wehr in Leesdorf, Anton Kerschbaumer, hat der Lenker nach seinem Hoppala richtig gehandelt. „Zwischen 300 und 500 Euro kostet der Einsatz. Wenn die Fahrer aber versuchen, sich in Eigenregie zu befreien und dabei die Ölwanne aufreißt, dann kann es richtig teuer werden“, warnt Kerschbaumer, der betont, dass in so einem Fall auch das kontaminierte Erdreich abgetragen werden muss. Die Kosten dafür können dann schnell zwischen 3.000 und 5.000 Euro ausmachen. Die zahlreichen Einsätze in der Dammgasse erscheinen dem Kommandanten nicht ungewöhnlich. Er vermutet dahinter aber weniger bauliche Mängel, als vielmehr Fahrfehler, die vermutlich durch Gedankenlosigkeit ausgelöst werden.
„Die Zahl der Einsätze ist mit jenen beim OBI-Markt vergleichbar. Dort sind allerdings die Gräben nicht so tief und die Schäden daher geringer.“
Fahrfehler ortet auch Bezirkshauptmann Heinz Zimper. „Jeder Autofahrer ist selbst verantwortlich, letztlich handelt es sich immer um Eigenverschulden“, ist der Bezirkshauptmann überzeugt. „Wir werden uns die Sache trotzdem aber noch einmal anschauen.“
Diese Arbeit werden sich die Sachverständigen der BH nun vermutlich sparen können. Wie man von seiten der Firma Ziegelwagner, die den Fachmarkt betreibt, mitteilt, wird der Parkplatz entsprechend saniert. „Wir teilen mit, dass wir im Rahmen unseres Sanierungs- und Erhaltungsbudgets die Sickermulden mit einem Leitschienensystem absichern werden“, heißt es in einem Schreiben.
Demnach sollen die Arbeiten schon bis Mitte Juni abgeschlossen sein.

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