Bestnoten für Leobersdorf

LEOBERSDORF. – Die aktuelle „Kaufkraftstrom- und Einzelhandelsstrukturuntersuchung NÖ“ kürt Leobersdorf zum Spartensieger im Zentralortsvergleich. Vor allem die Zentrumsgestaltung wird als „vorbildhaft“ und „Paradebeispiel“ bezeichnet.

Ein viel größeres Kompliment, als es die aktuelle Studie „Kaufkraftstrom- und Einzelhandelsstrukturuntersuchung NÖ“ (KANO) der WKO NÖ und des Landes NÖ macht, könnte man Leobersdorf wohl nicht entgegen bringen. „Das Ortszentrum folgt einem gestalterischen Gesamtkonzept und stellt ein Paradebeispiel einer gelungenen Ortsgestaltung dar“, so das Fazit der Studie, die das Ortszentrum der Marktgemeinde mit einer Schulnote von 1,4 (Zweiter: Ober-Grafendorf mit 2,3) versieht und damit zur Nummer eins der Ortschaften der Kategorie 4 des NÖ Zentralortesystems kürt. 2006 erstmals durchgeführt, wurde KANO heuer auf insgesamt 70 Gemeinden ausgeweitet und deren Kaufströme anhand von über 12.000 Interviews, Standortbesichtigungen und Analysen beurteilt. Die Studie ergab, dass der Leobersdorfer Bevölkerung insgesamt 26,5 Mio Euro an Geldmitteln für Ausgaben im Einzelhandel zur Verfügung stehen, wobei rund die Hälfte im Ort selbst ausgegeben werden. Lebensmittel mit 10,1 Mio machen dabei den größten Teil aus. Von ihnen werden 72 Prozent in Leobersdorf gekauft. Ein Wert, der nur von Drogerieartikeln übertroffen wird, die zu 76 % in Leobersdorf gekauft werden. Auch Blumen (68 %), Freizeitartikel (67 %), Sportartikel (62 %) oder Bürowaren (65 %)  werden eher in Leobersdorf, als außerhalb gekauft. Kaufkraft- „Abflüsse“, also Ausgaben außerhalb der Marktgemeinde, gibt es vor allem bei Gütern des langfristigen Bedarfs. Von 13,2 Mio Euro, die nicht in Leobersdorf ausgegeben werden, entfallen mit 6,9 Mio Euro mehr als die Hälfte auf diesen Bereich. Der Großteil der Abflüsse geht nach Wr. Neustadt (24 %), gefolgt von Bad Vöslau und Baden (je 6 %). Die Kaufkraftzuflüsse, vor allem von den angrenzenden Marktgemeinden, machen rund 20,7 Mio Euro aus, den größten Brocken nehmen dabei Güter des täglichen Bedarfs mit 13,3 Mio Euro ein.  Leobersdorf liegt damit mit 128 % im positiven Bereich der Einzelhandelszentralität und in der Gesamtwertung aller Gemeinden bei allen Kaufkraftkennzahlen im „besseren Drittel“, so die Studie. Die Bestnote gab es jedoch für das Leobersdorfer Ortszentrum, das bei einem „City Check“ ebenfalls Teil der Analyse war. Im Schulnotensystem wurden dabei Gesamteindruck, Angebotsmix und Zentrumsstruktur analysiert. Bis auf „Betriebsmix“ und „Fassaden“, für die es je eine „2“ gab, erhielt das Zentrum von den Experten in allen anderen Punkten (Gesamteindruck, Möblierung, Beleuchtung, Abfallkörbe, Bodenbelag, Sauberkeit, Parkleitsystem, Besucherleitsystem) eine „1“. Mit einer Gesamtnote von 1,4 liegt das Ortszentrum damit, so die Studie, an der Spitze der Skala. „Das Ortszentrum von Leobersdorf ist von besonderer Aufenthaltsqualität geprägt“, stellt die Studie fest, die von einem „wunderbaren Ambiente“ spricht. Der Branchenmix wird als „gut“ bewertet, die Park- und Besucherwegweisung als „vorbildhaft“ bezeichnet. W.Gams

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