Streit um Lehrlingsinserate

Im Zuge der jüngsten Gemeinderatsitzung wurde eine Wirtschaftsförderung an Badener Betriebe einstimmig beschlossen. In diesem Zusammenhang stellte die SPÖ einen Antrag, wonach freie Lehrstellen kostenlos in „baden.at“ veröffentlicht werden sollten. Der Antrag wurde abgelehnt.

Im Zuge der jüngst beschlossenen Förderung erhalten Badener Betriebe die Kommunalsteuer für Lehrlinge rückerstattet.
Zu diesem Tagesordnungspunkt machte SP-Junggemeinderätin Nedina Malinovic einen Zusatzantrag in der Gemeinderatssitzung. Sie forderte, dass alle Badener Betriebe, die Lehrlinge suchen, künftig in der gemeindeeigenen Zeitung „baden.at“ dies gratis inserieren dürfen. Die Forderung der SPÖ Baden käme sowohl Badener Betrieben, die auf der Suche nach Lehrlingen sind, wie auch Jugendlichen, die auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, zu Gute. Der Zusatzantrag wurde jedoch seitens der schwarz-grünen Stadtregierung zur Überraschung aller Oppositionsparteien abgelehnt. SP-GRin Nedina Malinovic zeigt sich verwundert: „Wir müssen alle Mittel, die wir zur Verfügung haben, nutzen, um Lehrlingen zu helfen. Der Vorschlag ist eine günstige Maßnahme, die mit minimalem Aufwand verbunden wäre und eine sehr nützliche Wirkung hätte.“
Die Stadtzeitung „baden.at“ erreicht alle Badener Haushalte, somit alle Eltern und alle Lehrstellensuchenden. „Alles in Allem“, so meint Malinovic, „hätte die Stadt Baden auf einfache Art beweisen können, dass sie junge Menschen bei der Suche nach einer Lehrstelle unterstützt.“
StR Markus Riedmayer nennt die schwarz-grüne Ablehnung des Antrags einen Fehltritt und kann sich das nur mit seinem Badener Schmäh erklären. „Offensichtlich befürchtet die Koalition, dass die Inserate eine halbe Seite in der „baden.at“ in Anspruch nehmen könnten und somit Staska und Co die Fläche für ein Foto abhanden kommt.“
Diesem Argument kann VP-Pressesprecher GR Gottfried Forsthuber nicht viel abgewinnen. „Wir alle haben ein Ziel: Dass wir jungen Menschen, die eine Lehrstelle suchen, eine Perspektive geben. Die Stadt stellt zahlreiche Lehrlinge in den eigenen Betrieben, wie etwa dem Stadtgarten, ein. Auch mit der jetzt beschlossenen Lehrlingsförderung, sollen Unternehmen wieder animiert werden, Lehrlinge aufzunehmen.“ Darüber hinaus funktioniere die Zusammenarbeit mit dem AMS gut.
Für Bgm. Kurt Staska steht fest, dass „baden.at“ gar nicht geeignet wäre. „Das Amtsblatt erscheint nur sechs Mal im Jahr und hat eine längere Produktionsdauer als etwa eine Tageszeitung. Bis die Zeitschrift herauskommt, kann das Stellengesuch schon wieder veraltet sein. Wir setzen daher viel lieber auf die Zukunft und somit auf das Internet. Die Stadt hat schon seit Jahren eine gern genutzte und vor allem gratis Jobbörse auf der Homepage „baden.at“„, so Staska.

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