Erzdiözese dementiert

TRAISKIRCHEN. – Es war die Formulierung „die Eltern eines Jugendlichen“ in der Presseaussendung der Erzdiözese Wien, die der ehemalige Traiskirchner Stadtpfarrer Pater Fabian immer scharf kritisierte – auch in einem Interview mit der BZ. Das Stift Melk versicherte, mit dieser Formulierung nichts zu tun gehabt zu haben – was aber nun die Erzdiözese klar dementiert.

„Fakt ist, dass die Presseaussendung vom Pressedienst der Erzdiözese Wien (PEW) und nicht von uns ausgeschickt wurde. Wir haben bei der Textentwicklung mitgewirkt, aber die endgültige Version, die ausgeschickt wurde, konnte von uns nicht mehr korrigiert werden“, schrieb Pater Jeremia Eisenbauer, der Pressesprecher des Stifts Melk, in seiner Reaktion auf ein Interview mit dem ehemaligen Traiskirchner Stadtpfarrer Pater Fabian Vordermayer. Der hatte kritisiert, dass in der strittigen Presseaussendung die Formulierung „Eltern eines Jugendlichen“ verwendet und so der falsche Eindruck erweckt wurde, die Vorwürfe der sexuellen Nötigung würden sich auf einen Jugendlichen beziehen, obwohl der junge Mann, um den es ging, bereits volljährig war. Michael Prüller, der Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Wien, schildert das Zustandekommen der Presseaussendung aber völlig anders: „Aus der damaligen E-Mail-Korrespondenz mit den Patres des Stiftes Melk geht hervor, dass die Formulierung „die Eltern eines Jugendlichen“ nicht nur in der endgültigen, sondern auch in allen vorläufigen Textvarianten steht. Ich verstehe, dass in diesen für das Stift sehr hektischen Tagen so viel los war, dass die Patres sich in ihrer Erinnerung hier täuschen, aber alle Textvarianten, auch die dann veröffentlichte, wurden dem Stift vorher vorgelegt und von diesem auch zur Kenntnis genommen“, stellt er klar.

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