Kunst in der Mariengasse: Bach trifft auf Jean Paul

Natasha Korsakova und Otto Brusatti kombinierten „hintergründige, schräge“ Musik mit der „Pop-Musik der Klassik“. © Kranzl

In die Traumwelt der Musik, einmal gelesen von Otto Brusatti, einmal schlichtweg atemberaubend gespielt von der Geigerin Natasha Korsakova, wurde das Publikum am Montag bei „Kunst in der Mariengasse“ im Haus Brusatti entführt. Und in diese Welt führen bekanntlich viele verschlungene Wege.

Die „feine Adresse für Avantgarde, Classics und mehr“ machte ihrem Namen am Montag wieder alle Ehre: Die auf der ganzen Welt bekannte Geigerin Natasha Korsakova meisterte auf einer Violine von Vincenzo Panormo selbst die halsbrecherischsten Passagen in Johann Sebastian Bachs Chaconne – laut Gastgeber Otto Brusatti „das Stück, das ausmisst, worum es bei Geige gehen kann“ – oder Sergei Sergejewitsch Prokofjews Sonate für die Geige mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit, Otto Brusatti las zwischendurch anlässlich des 250. Geburtstags des Schriftstellers aus Jean Pauls Riesenwerk „Titan“. „Goethe hat Jean Paul, den Avantgarde-Schriftsteller und dem Komponisten der Pop-Musik der Klassik schlechthin, gehasst – vermutlich weil er wusste, dass er völlig anders war als er selbst, den Leuten aber trotzdem gefallen hat“, meinte Brusatti über die Hintergründe seiner literarischen Auswahl für seinen Salon der etwas anderen Art. Und so ergänzten die Bilder, die Korsakova durch ihre virtuose Darbietung entstehen ließ, jene aus der manchmal düsteren, fast durchwegs verstörenden Traumwelt des „Titan“, bevor zum Beisammensein bei Brot und Wein geladen wurde. Übrigens: Auch bei der nächsten Veranstaltung im Haus Brusatti am 28. Oktober darf man wieder gespannt sein – diesmal auf Schuberts „Der Tod und das Mädchen“. Auf noch nicht gehörte und gesehene Art, versteht sich.

N. Kranzl

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