DO & CO zieht sich aus Baden zurück

Trennung in Freundschaft. Nach 18 Jahren verlässt DO & CO Baden.

Seit der Wiedereröffnung des umgebauten Casinos Baden im Jahr 1995  war DO&CO für die gastronomischen Belange verantwortlich. Mit Anfang des kommenden Jahres wird sich der österreichische Edelcaterer aus Baden zurückziehen. Casinos Austria wird die Küche selbst übernehmen.

Gerüchte, wonach DO&CO nicht mehr lange in Baden aufkochen wird, kursieren bereits seit Längerem. Nun ist es fix, mit Beginn des neuen Jahres wird es auch einen neuen Betreiber für die Gastronomie in Österreichs größtem Casino geben. Ab dann wird die CAGAST, eine Tochtergesellschaft von Casinos Austria, selbst hinter dem Herd stehen.

Schon jetzt werden acht von 12 österreichischen Casinos quasi in Eigenregie betrieben. Der Mitarbeiterstab ist seit der Gründung im Jahr 2004 auf über 150 angewachsen. In Velden und Bregenz konnten sogar bereits Hauben erkocht werden. „Neben dem Spielerlebnis wollen wir besondere kulinarische und genussvolle Akzente setzen“, beschreibt CAGAST- Geschäftsführer Oliver Kitz, der bestätigt, dass man irgendwann in Zukunft auch die restlichen vier Casinos unter der Dachmarke führen möchte. „Dann können auch Marketingmaßnahmen einfacher umgesetzt werden“, erläutert Kitz, der verstärkt auch in Baden auf Regionalität setzen möchte. „Wir kochen bewusst nach den Jahreszeiten und beziehen vorwiegend Produkte aus der Region. Außerdem fördert die Casino Gastronomie den Fair Trade Gedanken so wie die Slow Food Bewegung. Auch Weine aus der Thermenregion sollen sich vermehrt auf der Karte finden.“
Bei Qualität und Angebot wird man sich am hohen Niveau, das jahrelang von DO&CO vorgegeben wurde, orientieren. „Wir werden das Erbe mit viel Elan antreten“, zeigt sich der CAGAST- Chef zuversichtlich. Das dieses Erbe ein nicht allzu leichtes ist, zeigen die beeindruckenden Zahlen. In den vergangenen 18 Jahren fanden im Casino Baden über 4.000 Veranstaltungen statt. Insgesamt wurden in dieser Zeit fast sieben Millionen Gäste von DO & CO in den beiden Restaurants, bei diversen Caterings in den Veranstaltungsräumlichkeiten oder an einer der Bars kulinarisch verwöhnt. Vor allem das Dinner & Casino- Angebot, das neben einem exklusiven 4-gängigen Menü auch Jetons beinhaltet, hat sich zum echten Renner entwickelt, wie auch DO&CO- Manager Michael Dobersberger, der drei Jahre lang die Geschicke in Baden leitete, bestätigt. „Die Idee wurde bei uns ausgearbeitet und ist hier groß geworden. Wir mussten über Derartiges nachdenken, da unsere Küche nur auf 400 Gäste ausgelegt ist, in Spitzenzeiten aber bis zu 700 kamen. Im stärksten Jahr haben 68.000 Restaurantbesucher das Dinner & Casino Angebot genutzt“, so Dobersberger, der auch als Erfinder der beliebten „Summerlounge“ auf der Casinoterrasse gilt. „Wir trennen uns im besten Einvernehmen und blicken auf eine sehr partnerschaftliche Geschäftsbeziehung zurück,“ meint der Gastroprofi, der ebenfalls der Meinung ist, dass es Sinn macht, wenn die CAGAST in Zukunft die Gastronomie in Baden selbst führt.
Für die Gäste wird sich ab Anfang Jänner kommenden Jahres erst einmal nicht viel verändern. Selbst das Servicepersonal bleibt gleich.
„Für die 60 Mitarbeiter ändert sich nur die Firmenanschrift auf dem Briefpapier“, bestätigt Michael Dobersberger, der sämtliches Personal an die CAGAST übergibt, worüber sich der neue Arbeitgeber sehr erfreut zeigt.
„Für uns ist es von großem Vorteil, wenn wir weiterhin auf die bewährten Kräfte zurückgreifen können“, so Oliver Kitz, der betont, beim Angebot auch in Zukunft auf Packages und Themenschwerpunkte setzen zu wollen. So bleibt auch das beliebte „Buffet im Casino“, das jeweils am Mittwoch und Donnerstag die Gourmets ins Badener Casino lockt, im Programm.

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