Kemboi stürmt locker zum Sieg

Der Rekordmann des Sonntags.  Um fast zwei Minuten brach Edwin-Kipchirchir Kemboi den bestehenden Rekord über die Halbmarathon-Distanz. Wäre etwas weniger Wind gegangen, wäre er wohl noch schneller gewesen.  (c) W.Gams

LAUFEN. – Über 1.500 Läufer, davon allein 450 Kinder, sorgten am Sonntag für einen neuen Rekord beim Badener Sparkassen Stadtlauf. Wie erwartet fiel auch der Streckenrekord über die Halbmarathondistanz. Trotz starken Gegenwinds eilte Edwin-Kipchirchir Kemboi locker leicht zum Sieg.

Er war wie erwartet schnell, sehr schnell sogar. Der für den LAC Klagenfurt startende Keniar Edwin-Kipchirchir Kemboi holte sich am Sonntag fast locker leicht den Sieg über die Halbmarathon-Distanz beim Badener Sparkassen Stadtlauf. Mit einer Zeit von 1:10.01 erreichte der Afrikaner das Ziel um über neun Minuten vor dem zweitplatzierten Günter Filz aus Fürstenfeld und brach den bestehenden Streckenrekord um fast zwei Minuten. „Es war etwas schwierig, bei den großen Marathons hat man nur die Motorräder vor sich, außerdem war der Wind teilweise sehr stark. Aber ich bin zufrieden“, meinte der Rekordläufer, nachdem er das Ziel erreicht hatte. Zu dem großen Duell mit Seriensieger Wolfgang Wallner kam es jedoch nicht. „Wir konnten ihn leider nicht erreichen. Schade, es  wäre sicher ein Highlight gewesen“, meint Dominik Gschiegl von Veranstalter Vision 05. Trotz Rekords war ein Mann schneller als Kemboi. Auf der 10 km-Strecke des Sparkassen-Stadtlaufs legte Martin Mistelbauer mit 33:50 Minuten eine unglaubliche Zeit hin – hier behielt Wallner mit seiner Zeit aus dem Jahr 2008 aber um vier Sekunden den Streckenrekord. Bei den Damen siegte über die Halbmarathon-Distanz Titziana Nesta aus Gall/Neukirchen mit einer Zeit von 1:26,20, über die 10 km war Natalia Schweiger mit  39:32 die Schnellste. Traditionell stark: die Badenerin Margit Racz, die mit 42:37 Schnellste in der AK 40 wurde und sich in der Gesamtwertung aller Frauen-Klassen Platz drei sicherte.
Neben dem Streckenrekord fiel jedoch bereits vor dem ersten Startschuss eine weitere Bestmarke. Mit 1.500 Anmeldungen konnte der Rekordwert aus dem Vorjahr um gleich 300 gesteigert werden. Bei den Kindern und Jugendlichen waren es heuer 450 im Vergleich zu 300 im Vorjahr. „Fast jeder dritte Starter war damit Kind oder Jugendlicher. Das ist ein Wahnsinn, und da spricht man oftmals von unsportlichen Kindern“, freute sich Gschiegl über diese Rekordwerte und bedankte sich vor allem bei den Lehrern der Badener Schulen für die vielfache Teilnahme gemeinsam mit ihren Kindern.
Ansporn für das kommende Jahr gibt es bereits von höchster Badener Ebene. „Wir haben uns in Baden einen sehr guten Ruf erarbeitet. Ich würde mir wünschen, dass wir in den kommenden Jahr noch weiter die Teilnehmeranzahl steigern können“, sieht Bürgermeister Staska sogar noch weiteres Wachstumspotential.

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