Aktueller Provisor und Diakon rufen zu Besonnenheit auf

TRAISKIRCHEN. – Die Diskussionen rund um die Neuübernahme der Traiskirchner Stadtpfarre St. Margaretha nehmen kein Ende. Nun äußern sich auch der aktuelle Provisor Herbert Morgenbesser und der Diakon Gerhard Sarman zum Schlagabtausch zwischen Pfarrgemeinderat und Stift Melk.

Wenig Begeisterung herrscht im Traiskirchner Pfarrgemeinderat über die Entscheidung des Stifts, ab 1. September mit Pater Jochen Maria Häusler einen neuen Provisor mit der Leitung der Pfarre St. Margaretha zu betrauen – die BZ berichtete. Die Bedenken, so heißt es aus den Reihen des Pfarrgemeinderats, hätten aber nichts mit dem neuen Provisor zu tun, sondern einzig damit, dass die Ermittlungen gegen den im Oktober abberufenen Pfarrer Pater Fabian Vordermayer nicht abgeschlossen sind. Der überwiegende Teil des Pfarrgemeinderats vermutet hinter den Vorwürfen eine Intrige des Stifts Melk und fordert die Rückkehr Pater Fabians nach Traiskirchen, falls es zu keiner Anklage kommen sollte. In der Vorwoche wurde zu diesem Zweck sogar eine eigene Unterschriftenaktion ins Leben gerufen.
Nun reagieren auch Herbert Morgenbesser, der Tribuswinkler Pfarrer, der bis Ende August als Provisor auch für Traiskirchen zuständig ist, und der Traiskirchner Diakon Gerhard Serman auf die aktuelle Diskussion. Und sie weisen besonders darauf hin, dass es sich bei der Unterschriftenaktion für die Rückkehr von Pater Fabian um eine Privatinitiative und nicht um eine offizielle Haltung der Pfarre handelt. „Es ist eine private Initiative eines Freundeskreises des früheren Pfarrers Pater Fabian Vordermayer“, stellen Morgenbesser und Sarman unmissverständlich klar. „Die Pfarre Traiskirchen hat damit offiziell nichts zu tun.“ In den zahlreichen Artikeln der Vorwoche sei außerdem der Eindruck entstanden, dass sich Pfarrgemeinderat und Pfarre geschlossen für eine Rückkehr Pater Fabians aussprechen – und auch das entspreche nicht der Wahrheit, so die beiden hauptamtlichen Vertreter der Pfarre Traiskirchen. „Es stimmt nicht, dass Pfarrgemeinderat und Pfarre geschlossen die Wiedereinsetzung von Pater Fabian befürworten“, so Diakon und Provisor. „Es ist dem Pfarrleben wenig hilfreich und schadet der Einheit der Gemeinde, wenn über die Medien immer wieder Angriffe gegen Vertreter des Stiftes Melk vorgetragen und mittels subjektiver Behauptungen Unruhe und Spannungen erzeugt werden.“ Für Morgenbesser und Sarman „schmerzt die schwierige Situation, in der sich die Pfarrgemeinde seit Oktober 2012 befindet, alle Gläubigen“ und „ist durch Verunsicherung und fehlendes Vertrauen gekennzeichnet.“ Die beiden rufen deshalb alle Gläubigen auf, die Entscheidungen der zuständigen Instanzen, also des Stifts, der Erzdiözese und des Gerichts zu respektieren und „nicht zur weiteren Verunsicherung der Pfarre beizutragen.“ Es obliege nicht der Pfarrgemeinde Traiskirchen, über Schuld und Unschuld oder den zukünftigen Arbeitsplatz von Pater Fabian Vordermayer zu befinden, heißt es in der Stellungnahme.
Die aktuelle Diskussion sei auch für Pater Jochen Maria Häusler problematisch, der von der Erzdiözese Wien mit Genehmigung des Stifts ab September zum Provisor mit den Vollmachten eines Pfarrers für Traiskirchen bestellt worden sei. „Er ist ein besonders im Kinder- und Jugendbereich erfahrener Seelsorger. Trotz der derzeitig schwierigen Lage der Pfarre hat er ein Recht auf einen fairen Start und eine respektvolle Behandlung“, stellen Morgenbesser und Sarman klar. „Wir appellieren daher an alle Pfarrgemeinderäte und Gläubigen, an die Einheit und Zukunft der Pfarre zu denken, Pater Häusler eine ehrliche Chance zu geben und ihn in seinem neuen Amt nach Kräften zu unterstützen.“

N. Kranzl

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