„Die Musik kam zu mir“

Julian le Play mit Martina Malzer, Geschäftsführerin der Bühne Baden und seiner Managerin Romy Reis.Foto: Johannides

 

Dein neues Video heißt „Der Wolf“. Wovon handelt es?
Julian le Play: „Das Video erzählt die Geschichte eines Mädchens, dessen großer Traum es ist, Ballerina zu werden. Es geht um die Beziehung zu ihrem Choreograph und Trainer, der diesen Traum sowohl verwirklichen als auch platzen lassen kann. Wie ein herumirrender Wolf ist sie auf der Suche nach sich selbst. Das Drehbuch stammt aus meiner Feder, zu viel möchte ich aber im Vorfeld nicht verraten“.

Der Song läuft bereits erfolgreich im Radio. Wann wird das Video zu sehen sein?
Julian le Play: „Die Single erscheint pünktlich zur Mondfins-ternis am 26. April, das Video ebenfalls im Laufe dieser Woche“.

Du schreibst deine Songs selbst. Woher nimmst du die Ideen dazu?
Julian le Play: „Ich nehme mir ein Wort, das für mich ein bestimmtes Gefühl symbolisiert und baue den Song drumherum. Der Wolf zum Beispiel steht für das Gefühl getrieben zu sein und nicht anzukommen.“
Wie bist du eigentlich zur Musik gekommen?
Julian le Play (lacht): „Ich sehe das eher so: Die Musik ist zu mir und nicht ich zu ihr gekommen. Sie war einfach immer da. Meine eigenen Songs schreibe ich, seit ich 15 bin.“

Und zu deinem Namen?
Julian le Play: „Julian heiße ich wirklich. Auf le Play bin ich während einer Politikwissenschaftsvorlesung gekommen. So hieß ein bedeutender französischer Sozialtheoretiker. Für mich bedeutet der Name einfach, dass ich schon sehr früh realisiert habe, dass das Leben zu kurz ist, um nicht das zu machen, was dir wirklich Freude bereitet. Deshalb habe ich mein Studium auch geschmissen und mache Musik.“

Und das mit Erfolg: Die letzten Jahre ging es für dich steil bergauf. Bei der Amadeusverleihung bist du für zwei der begehrten Statuen nominiert. Macht dich das stolz?
Julian le Play: „Vor allem die Nominierung für das Album des Jahres hat mich sehr gefreut. Sie ist eine Anerkennung für die Arbeit der letzten zwei Jahre. Im Grunde mache ich meine Musik aber nicht, um Statuen zu gewinnen, sondern weil sie einfach mein Ding ist.“

Und wie sieht es mit der Berühmtheit aus?
Julian le Play: „Der Kontakt zu meinen Fans ist mir wichtig, deshalb gehe ich auch nach jedem Konzert ins Publikum. Ich hatte noch nie das Gefühl, in Ruhe gelassen werden zu wollen.“

Verrätst du uns dein Erfolgsrezept?
Julian le Play: „Authentizität. Das kling zwar jetzt abgedroschen, aber meine Musik war von Anfang an zu 100 Prozent ich selbst. Ich hatte einfach das Glück, dass die Leute das anscheinend mögen.“

Vielen Dank.

Apropos Fans: Im Herbst ist ein unplugged Konzert von Julian le Play im Stadttheater geplant. Wer nicht bis zum Herbst warten möchte, kann Julian le Play schon im Mai live erleben: Die nächsten Konzerttermine sind: 16. Mai Judenburg, 17. Mai Salzburg und 18. + 19. Mai Gmunden.
Alle Termine und weitere Infos auf www.julianleplay.com.

„Die Musik kam zu mir“
1 votes, 5.00 avg (87% score)

Auf Mobile-Version umschalten