Sattes Plus an Einnahmen in Traiskirchen

TRAISKIRCHEN. – Schuldenstand reduziert, Rücklagen erhöht: Dementsprechend groß ist die Zufriedenheit mit dem Rechnungsabschluss 2012 in Traiskirchen. Besonders erfreulich: Die Kommunalsteuer konnte im Vorjahr wieder um 10% erhöht werden.

„Wir sind in der glücklichen Lage, nicht nur ausgeglichen budgetieren, sondern sogar eine positive Bilanz aufweisen zu können“, zeigt sich Bgm. Fritz Knotzer mehr als zufrieden mit dem Ergebnis des Rechnungsabschlusses 2012. „Wir haben unseren Schuldenstand um vier Millionen Euro reduziert und gleichzeitig unsere Rücklagen um 1,5 Millionen Euro erhöht.“ Ausgabenseitig weist der Rechnungsabschluss in Traiskirchen im ordentlichen Haushalt eine Summe von etwas mehr als 38 Millionen und im außerordentlichen Haushalt einen Betrag von knapp 6 Millionen Euro aus. Demgegenüber stehen Einnahmen von rund 39,4 Millionen im ordentlichen Haushalt. Gestiegen sind – wie auch in anderen Gemeinden – sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben: So ist der NÖ Krankenanstaltensprengel-Beitrag um 9% auf 3,5 Millionen Euro gestiegen, und an Sozialhilfeverbandsumlage musste Traiskirchen 2012 um 10,3% mehr bezahlen als 2011, nämlich 2,7 Millionen Euro. Aber auch einnahmeseitig gibt es Zuwächse: Die größten Einnahmeposten sind auch in Traiskirchen die Ertragsanteile inklusive Finanzzuweisungen mit 13,9 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 2,6% im Vergleich zu 2011. „Besonders erfreulich ist aber, dass wir auch bei der Kommunalsteuer einen deutlichen Zuwachs verzeichnen können“, so Knotzer. Mit Einnahmen von 4,2 Millionen Euro ist dieser Anteil im Vergleich zum Jahr davor um satte 10,4% gestiegen. „Wir sind immer bemüht, neue Betriebe in unsere Stadt zu bringen, und wir hoffen auch, dass die Einnahmen aus der Kommunalsteuer weiter steigen werden. Die Vermietung der ehemaligen Semperit läuft sehr erfolgreich.“ Derzeit gibt es bereits etliche Vorverträge für die Vermietung der Hallen und Büroräumlichkeiten in der einstigen Semperit, so dass die Hoffnung auf zusätzliche Kommunalsteuereinnahmen nicht unbegründet scheint. Aber auch im Betriebsgebiet Nord haben mittlerweile rund 400 Beschäftigte einen Arbeitsplatz gefunden, im Betriebsgebiet Süd bei Oeynhausen sind es sogar etwa 2.000. „Wenn man nur abwartet, bis eine Firma von selbst an die Tür klopft, geht das natürlich nicht“, räumt Knotzer ein. Rund 8.000 Menschen arbeiten derzeit in Traiskirchen, womit der Wegbruch der Semperit einigermaßen abgefedert wurde. Jetzt gibt es in der Stadtgemeinde praktisch ausschließlich Klein- und Mittelbetriebe, der größte Betrieb ist die Firma Marzek mit 250 Beschäftigten. „Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass in der Semperit einst mehrere tausend Menschen gearbeitet haben“, gibt der Stadtchef zu bedenken. „Aber indem wir auf viele kleinere Betriebe setzen, bleibt der Personalstand auch stabil.“ Besonders erfreulich: Schon in wenigen Wochen will auch die Firma Magna von Oberwaltersdorf nach Traiskirchen übersiedeln. 80 bis 100 zusätzliche Arbeitsplätze und damit weitere Mehreinnahmen aus der Kommunalsteuer verspricht man sich dadurch seitens der Gemeinde.
Stolz ist man in Traiskirchen auch darauf, die Personalkosten im Vergleich zu anderen Gemeinden seit Jahren relativ niedrig zu halten. Weniger als 20% des ordentlichen Haushalts werden für Personalkosten aufgewendet. Der Grund: Die bewusste Entscheidung, nur mehr Vertragsbedienstete zu beschäftigen. „Außerdem gibt es bei uns keine ausgelagerten Gesellschaften und damit keine versteckten Schulden“, erklärt auch der Leiter der Finanzabteilung Gernot Kutusow. „Wir weisen zum Beispiel die Schulden für die Kläranlage in unserem Rechnungsabschluss aus und lagern sie nicht in einem Abwasserverband aus, wie das andere Gemeinden tun.“ Dementsprechend ist auch die Pro-Kopf-Verschuldung in Traiskirchen mit rund 3.150 Euro höher als anderswo. 60 Millionen Euro beträgt der Schuldenstand insgesamt. „Dem stehen aber 240 Millionen an Vermögen gegenüber“, meint Kutusow. „Der größte Teil unserer Darlehen sind Wohnbauförderungs- und Altbausanierungsdarlehen, die sich durch Mieteinnahmen aber selbst finanzieren. Abgesehen davon werden die Zinsen sämtlicher Darlehen zur Gänze durch Zuschüsse gefördert. Insgesamt stehen wir in Traiskirchen also finanziell sehr gut da.“

N. Kranzl

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