Zwist um Kottingbrunner Teichgrundstücke

KOTTINGBRUNN. – Die Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans sorgte am Dienstag im Gemeinderat für Kritik, nicht nur aus den Reihen der Opposition, sondern auch koalitionsintern. Thema waren einmal mehr Kottingbrunns Teiche. Und die Frage, wer dort warum Hütten errichten darf.

Eine Umwidmung von „Grünland-Wasserfläche“ in „Grünland-Sportstätten-Fischerei“ sorgte für heftige Diskussionen im Gemeinderat. Der Grund: Die Umwidmung soll nur an jenen drei Grundstücken gelten, die dem Fischereiverein gehören. Damit wäre es dem Verein möglich, Hütten zu errichten, nicht aber den Inhabern aller anderen Kottingbrunner Teichgrundstücke. „Warum können wir nicht alle Teichgrundstücke umwidmen, damit alle Inhaber und Pächter Versorgungshütten errichten können?“, meinte GGR Christian Macho, der in einem Gegenantrag dafür plädierte, diesen Punkt aus den Änderungen des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans zu streichen. „Das bedeutet ja nicht, dass wir Einzelfällen nicht weitere Ausnahmen gewähren können“, meinte Vizebürgermeister Klaus Windbüchler (FPÖ). „Aber es muss einen konkreten Anlass für eine Änderung geben, und den gibt es eben beim Fischerei-verein, bei anderen Grundstücken aber nicht.“ Vergleiche mit den Hoffmannteichen, bei denen Grundstückseigentümer ihre im Lauf der Jahre errichteten Hütten wieder wegreißen mussten, ließ Windbüchler nicht gelten: „Dort wurde ohne Bewilligung gebaut. Eben, damit so etwas nicht mehr passiert, wollen wir in Zukunft schon vorher passend widmen.“ Die Opposition sprach sich klar gegen diesen Umwidmungspunkt aus, weil aber auch Helmut Himmer (FPÖ) und Wolfgang Muhsger (Bürgerliste Neues Kottingbrunn) aus der Koalition für den ÖVP-Antrag stimmten, wurde die Umwidmung der Teichgrundstücke mit einer knappen Mehrheit abgelehnt.

Zwist um Kottingbrunner Teichgrundstücke
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