Pfarrschule: Fensterstöcke für 1.584 Fensterflügel gesucht

Bis zum Herbst dieses Jahres sollen schlecht schließende Fenster der Vergangenheit angehören.

Seit dem Herbst des Vorjahres strahlt die generalsanierte Pfarrschule in neuem Glanz. Alleine mit den Fenstern  gibt es noch Probleme. Zum Teil zieht es in den Klassenzimmern ganz gewaltig. Viele Fenster schließen nicht oder nicht richtig, weil sie in die falschen Fensterstöcke eingesetzt wurden. 

Rechtzeitig zu Schulbeginn konnte im Vorjahr das Großprojekt „Pfarrschule“ fertiggestellt werden. Gleich zu Beginn der kalten Jahreszeit stellte sich dann heraus, dass viele der 198 Fenster nicht ordentlich abdichten. Teilweise gibt es sogar fingerbreite Zwischenräume, die für ungewollten Luftaustausch sorgen. Die Ursache konnte Direktorin Monika Dornhofer, die in den zwei Jahren des Umbaus selbst fast zur Bausachverständigen mutierte, schnell herausfinden. Als das Gebäude im Jahr 1878 am Pfarrplatz errichtet wurde, war es üblich, die Fenster maßgenau in die jeweilige Öffnung einzupassen. Im Gegensatz zu den heutigen Fenstern, die maschinell gefertigt werden, glich nach der Handarbeit kein Fenster dem anderen. Als es 2010 an die Sanierung der Schule ging, war schnell klar, dass man die historischen Kastenfenster aufgrund des Denkmalschutzes nicht einfach gegen neue tauschen kann, was möglicherweise sogar günstiger gewesen wäre, als sie zu sanieren. So wurden die Arbeiten ausgeschrieben, und wie es das Gesetz vorsieht, kam der Billigstbieter zum Zug. Es sollte sich bald herausstellen, dass der Günstigste in diesem Fall keineswegs auch der Beste war. Die Fenster, jedes einzelne besteht aus acht Flügeln, in Summe also 1.584 an der Zahl, wurden sorgfältig durchnummeriert und in die Malerwerkstatt transportiert. Dort maß man den Zahlen auf den Rahmen aber nicht viel Bedeutung bei. Sie wurden abgeschliffen und übermalen. Erst beim Einhängen in die Fensterstöcke bemerkte man den Fehler. Nur wenige Fensterflügel passten einigermaßen in den Stock. „Es war vereinbart, dass die Fens-ter händisch geschliffen werden. Stattdessen kamen aber Schleifmaschinen zum Einsatz“, schildert Monika Dornhofer, die auch sonst keine große Freude mit der ausführenden Firma hatte. „Im ersten Jahr geschah gar nichts, vermutlich hat man auch das Volumen des Auftrages unterschätzt“, so die Direktorin, die in dieser Angelegenheit aber nicht locker lassen möchte. „Sobald die kalte Jahreszeit vorbei ist, werden bei allen inneren Fensterflügeln Dichtungen eingefräst. Das geschieht im Zuge der Mängelbehebung“, so Dornhofer, die darauf hinweist, dass dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen. RaDi

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