„Nur wer Visionen hat, kann Grenzen überwinden“

(c) z.V.g.

Thomas Geierspichler, Paralympics-Sieger und fünffacher Weltmeister im Rennrollstuhlfahren, berichtete diese Woche an der Pädagogischen Hochschule in Baden über seinen Weg zurück ins Leben. Von seinem tragischen Unfall, über Drogen- und Alkoholmissbrauch bis hin neuem Glauben und olympischem Gold.

Seine Liebe gehörte dem Fußball, träumend davon, mit seinem Verein Anif eines Tages in die zweithöchste Spielklasse des Landes aufzusteigen. Ein tragischer Autounfall im Alter von 17 Jahren, zehn Tage vor seinem Geburtstag, machte diesen Traum jedoch zunichte. Er war von der Hüfte abwärts gelähmt. Diesen Montag berichtete der Salzburger an der PH NÖ Schülern der NÖMS Baden und BHAK Baden über seinen tiefen Fall und den Weg zurück ins Leben – bis hin zum Sieg bei den Olympischen Spielen.  „Als der Arzt zu mir sagte, dass ich nie wieder gehen werde können, ist für mich eine Welt zusammen gebrochen“, erzählt der heute 37-Jährige, der sich damals immer mehr zurückzog und „verpuppte“. Nachdem ihn auch die Freudin verließ, waren Alkohol und Drogen und der Gedanke, das Leben zu beenden, seine Begleiter. Bis eine Begegnung, die aus einem Hollywood-Film hätte sein können, seine Leben gänzlich änderte. Durch Kontakte zu einem religiösen Bekannten („ich dachte davor, Christen sind Leute, die mit Sandalen herumlaufen“) beginnt er, die Bibel zu studieren und aufgrund ihr, sein Leben grundlegend zu ändern. „Ich habe mir gesagt, wenn es wirklich einen Gott gibt, dann hilf mir mit all dem aufzuhören“, berichtet Geierspichler, der von nun an zu trainieren begann.  „In der Bibel ist gestanden, dass alles möglich ist, wenn man glaubt – das hat mir die nötige Energie geben“. Hermann Maiers berühmter Sturz in Nagano 1998 mit anschließender Goldmedaille drei Tage später trieb ihm schließlich „Tränen in die Augen“. „Ich war von Maiers tiefem inneren Wunsch fasziniert und habe mir gedacht: das will ich auch“.  Geierspichler begann Rennrollstuhlfahren zu trainieren. Nur ein halbes Jahr später knackte er bereits das Olympia-Limit über die Marathon-Strecke. „Über den Winter habe ich im Kuhstall meines Vaters trainiert. Mein damaliger Trainer sagte: Weltmeister werden nicht in Palästen geboren“, so der Salzburger. 2000 durfte er erstmals bei den Paralympics antreten und wurde auf der Marathon-Distanz Dritter. „Ich habe damals zu sehr auf die anderen geschaut. Wenn du die maximale Leistung bringen willst, musst du dich ganz auf dich konzentrieren und musst die Realität immer weiter spannen. Du darfst dich vorher nicht limitieren.“ Spätestens danach war jedoch der Wunsch geboren, ganz oben auf der Treppe zu stehen. „Der Glaube ist die Vermittlung dessen, was man hofft, ein überzeugt sein von Dingen die man nicht sieht“, ein Bibelzitat, das von nun an sein Leben bestimmt. Mit stetigem Blick voran trainierte Geierspichler weiter und schaffte seinen Traum: 2004 und 2008 wurde er Paralympics-Sieger sowie insgesamt fünf Mal Weltmeister. „Nur wer Visionen hat, kann Grenzen überwinden. Glaubt an euch“, war Geierspichlers Appell an die Schüler. Eine Appell der auch bei den Erwachsenen gut ankam. „Ein Vortrag, von dem wir sehr viel mitnehmen können. Jeder muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen“, meint BR Christoph Kainz. StR Brigitte Gumilar dankte Geierspichler für die Motivation, die zeigt, was man alles aus sich rausholen kann.

„Nur wer Visionen hat, kann Grenzen überwinden“
1 votes, 5.00 avg (87% score)

Vario Haus Auszeichnung

Staatliche Auszeichnung für VARIO-HAUS
Die VARIO-BAU Fertighaus GesmbH wurde 1983 gegründet. Unter der Spitzenmarke im Fertighausbau „VARIO-HAUS“ werden Einfamilienhäuser primär als Niedrigstenergie- oder Passivhäuser ... weiterlesen

Anzeige

Auf Mobile-Version umschalten