Teilerfolg: Land befürwortet Ampel und Schutzweg

Der Fahrbahnteiler, der bisher von vielen Fußgängern und Radfahrern als Querungshilfe benützt worden ist, wird zwar bleiben, der neue Übergang soll aber so weit wie möglich vom Autobahnanschluss weggerückt werden. © Kranzl

BAD VÖSLAU. – Die Bürgerinitiativen Wr. Neustädterstraße und Kottingbrunnerstraße haben durch ihre jahrelangen Bemühungen einen beachtlichen Teilerfolg errungen: Das Land NÖ hat endlich die Errichtung eines Schutzweges und einer Ampelanlage auf der Wr. Neustädterstraße in Aussicht gestellt. 

Seit langem kämpfen die Bürgerinitiativen Wr. Neustädterstraße und Kottingbrunnerstraße für einen sicheren Radfahrer- und Fußgängerübergang auf der Wr. Neustädterstraße. Denn obwohl die Landesstraße eine der meistbefahrerenen Straßen in der Stadtgemeinde ist, gibt es zwischen der Kreuzung mit dem Gerichtsweg und der Anschlussstelle (AST) Kottingbrunn bis jetzt keinen einzigen sicheren Übergang. Auch die Bodenmarkierung beim Fahrbahnteiler direkt an der AST ist kein Schutzweg im eigentlichen Sinn, sondern nur eine so genannte „Querungshilfe“. Die letzte Verkehrsverhandlung im Mai hat für die Bürgerinitiativen keine guten Nachrichten gebracht: Ihre Forderungen nach einem Zebrastreifen und einerDruckknopfampel wurde vom verkehrstechnischen Amtssachverständigen mit dem Argument beiseite gewischt, dass es zuwenig Frequenz an Fußgängern, aber auch an KFZ an der betreffenden Stelle gäbe. Bei der Verkehrsverhandlung am Mittwoch der Vorwoche sah die Sache allerdings ganz anders aus. Erstmals haben Vertreter der Landesstraßenplanung sowohl einen Schutzweg als auch eine Ampel in Aussicht gestellt. Aber was hat sich geändert? „Das Gymnasium Gainfarn wird ständig erweitert, es gibt immer mehr Schülerinnen und Schüler“, erklärt Christopf Dauda, Leiter des Fachbereichs Verkehrstechnik in der Abteilung Landesstraßenplanung. „Wir überprüfen laufend, wie viele Fahrzeuge und wie viele Fußgänger und Radfahrer in diesem Streckenabschnitt unterwegs sind. Dabei hat sich gezeigt, dass Handlungsbedarf gegeben ist.“ Wenn 50 Fußgänger und Radfahrer in einer Stunde oder 100 Fußgänger und Radfahrer in vier Stunden eine Straße queren, muss grundsätzlich ein Zebrastreifen errichtet werden.  Wenn auf diesem Straßenabschnitt zusätzlich mindestens 1.000 KFZ pro Stunde fahren, ist außerdem eine Ampel zwingend erforderlich. Derzeit sind diese Grenzwerte in der Wr. Neustädterstraße zwar noch nicht ganz erreicht, handeln will man seitens des Landes aber trotzdem schon jetzt. „Immerhin handelt es sich bei den Schülerinnen und Schülern um eine so genannte besonders schutzwürdige Personengruppe, und da kann man auch ohne Erreichen der Grenzwerte eine Umsetzung ins Auge fassen. Außerdem werden die Schülerzahlen in Gainfarn weiter zunehmen, irgendwann werden also sowohl Schutzweg als auch Ampel sowieso auch gesetzlich notwendig sein“, erklärt Dauda. „Da ist es besser, schon jetzt mit der Planung zu beginnen.“ Als erster Schritt soll deshalb eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. Damit soll erhoben werden, wo genau die Errichtung eines gesicherten Übergangs am besten ist. „Fest steht, dass der Übergang auch ein Lückenschluss zwischen dem Radweg auf der Wr. Neustädterstraße und dem Radweg in der Kottingbrunnerstraße sein soll“, so der Verkehrstechniker. „Dazu muss die Gemeinde allerdings die rund 50 fehlenden Radwegmeter in der Kottingbrunnerstraße erst einmal errichten.“ Fest steht derzeit nur eines: Der neue Übergang soll so weit wie möglich von der AST weggerückt werden, um einen Rückstau auf die Autobahn bzw. in den Kreisverkehr zu verhindern. Dauda geht davon aus, die Arbeiten noch 2013 abschließen zu können.

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