Große Geburtstagsfeier für Pavel Singers „50-er“

Michael Havlicek, Kinga Vass, Pavel Singer, Anita Götz, Elena Denisova, Herbert Fischerauer. 2. Reihe: Trio Gassenhauer, Trompeter Peter Weitzer, Bassist Laszlo Magyar, Imre Csiszer ( sitzend). Foto. H.Fragner

„Pavel Singer ist der meistgespielte Komponist in Baden“ erstaunte Bürgermeister Kurt Staska das Publikum und ließ Singer am Klavier gleich den Beweis erbringen: die Fanfare, allen Besuchern der Sommerarena wohlbekannt, überzeugte! Herbert Fischerauer moderierte und wusste viel über die Biografie des begeisterten Wahlbadeners, gebürtigen Russen mit deutschen Großeltern, zu erzählen. Singer ist seit1993 am Stadttheater Baden tätig – ein Inserat in der Badener Zeitung verhalf ihm dazu!

Temperamentvoll – kräftig leitet der vielseitige Komponist, Pianist und Arrangeur mit der Sonate für Klavier „Zum Andenken an Sergej Prokoffjew“ den nachmittäglichen „Vormittag“ ein, konzertierte in Folge seine Eigenkompositionen mit besonderen Künstlern:
Im Violinkonzert brillierte die Stargeigerin Elena Denisova durch Virtuosität. Ihr Spiel aus nächster Nähe auch sehen zu können, war ein Erlebnis für sich. Die Vorliebe Singers für Arnold Schönberg mag vielleicht nicht bei jedem auf Enthusiasmus stoßen (H. Fischerauer); die zweite Hälfte kam in konservativen Ohren jedoch sehr gut an und klang im Solo der Violine überaus zart aus.
Die Märchenoper „Die schöne Wassilissa“ wurde 2010 im Stadttheater Baden uraufgeführt. Anita Götz und Michael Havlicek lieferten sich ein stimmenstarkes Duett dar-aus. Originell und herzhaft der Jazzwalzer „Hallo, Baden“, bei dem Bassist Laszlo Magyar (Kontra-)Bass bot. Weiters trug Anita Götz  das Lied der Prinzessin aus dem Musical „Des Kaisers neue Kleider“ vor, begleitet von der neuen Streichergruppe „Gassenhauer Ensemble Wien“ (Wolfgang Göllner, Adrian Roman und Imre Csiszer) und dem Kontrabass. Es folgte der beschwingte Konzertwalzer aus dem Musical „Dornröschen“ (Singer hat bereits 13 Märchenopern komponiert!) mit der Konzertmeisterin der Bühne Baden, Kinga Vass (Violine) und Imre Csiszer (Violoncello). Ruhigere Töne dann bei der „Nachtmusik 1 für Klavierquintett“.
In der Art der bekannten Wienerlieder hat M. G. Saphir, „Baden, ein kleines Wien im Aquarell“ gedichtet – Singer hat es vertont, Bariton Havlicek trug es vor, begleitet von Peter Weizer auf der Trompete und dem Streichertrio.Den fröhlichen Abschluss mit allen beteiligten Künstlern bildete die Humoreske „Zum Wohl“, mit der zum eigentlichen Anlass, dem 50. Geburtstag des Künstlers, gefeiert wurde.
Sein bescheidener Wunsch: Anstelle von Geschenken eine Spende für das renovierungsbedürftige Grab von Richard Genée auf dem Badener Stadtfriedhof.

Heinrich Fragner

Große Geburtstagsfeier für Pavel Singers „50-er“
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