Badener Zeitung verlost einen brandneuen Katamaran

Alfred Abele ist unter die Bootsbauer gegangen. Dabei überlässt er nichts dem Zufall. Seine federleichten Katamarane werden in Handarbeit hergestellt. Fast drei Jahre dauerte es, die richtigen Materialien zu finden. Fotos: RaDi

Seit Jahren ist Alfred Abele auf der Suche nach dem richtigen Boot für den Campingurlaub. Mehrere Schlauchboote hat er schon ausprobiert. Zu schwer, zu groß oder einfach zu teuer, das Passende war nicht dabei. Anstelle sich damit abzufinden, hat der Badener kurzerhand sein Traumboot selbst gebaut. 

Bekannt in Baden wie ein bunter Hund, trifft es wohl am ehesten, wenn man über Alfred Abele spricht. 35 Jahre lang betrieb er eine kleine Druckerei in der Nähe des Bahnhofes. Wer eine Schülerzeitung oder Ähnliches produzieren wollte und eigentlich gar keine Ahnung hatte, wie das ging, der war bei dem stets Geduldigen an der richtigen Adresse. Vor rund zwei Jahren hat Abele seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten, für Ausruhen hatte er aber bislang noch keine Zeit. Zu sehr beschäftigte ihn die Idee eines idealen Bootes als leichter und zusammenlegbarer Reisebegleiter. Irgendwann bekam er ein Papiermuster in die Hand. Dieses konnte man auseinander klappen. Abele, der als begeisterter Bastler seine Druckmaschinen immer schon selbst gewartet hat, war sofort vom Virus eines faltbaren Bootes befallen. „Ich habe als begeisterter Campingurlauber viele verschiedene Boote ausprobiert und war mit keinem wirklich zufrieden. Die meisten waren groß, so dass man sie hinter dem Auto nachschleppen musste. Auf dem Dach konnte man sie aufgrund ihrer Höhe auch nicht transportieren. Ich hab eigentlich schon seit Jahren über das ideale Boot nachgegrübelt und dann fiel mir dieses Papiermuster in die Hand.“ Was folgte, waren in erster Linie Rückschläge, aber Abele gab nicht auf. Ihm wurde schnell klar, dass sein Boot nicht nur aus einem Rumpf bestehen kann. Der Entwurf für seinen Katamaran war bald zu Papier gebracht. Nach und nach verwandelte sich die ehemalige Druckerei in eine kleine Bootswerft. Verschiedene Materialien wurden ausprobiert. Sollte das Abelsche Boot ursprünglich aus Kunststoff bestehen, so stellte sich heraus, dass die Teile nicht haltbar zu verkleben waren. Einige Monate, zahlreiche Plastikplatten und viele Euros später, stieg der Neo-Bootsbauer auf Sperrholz um. Die Platten wurden nun millimetergenau mit Laser geschnitten und siehe da, die ultimative Lösung schien gefunden. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Sogar die Aluminiumrohre sind durch eine spezielle Füllung unsinkbar. Mittlerweile konnte Alfred Abele für seine maßgeschneiderten Sonderwünsche wie Gummiprofile, verschiedene Stoppel oder Schaniere Produzenten in England, Kroatien und Österreich ausfindig machen. Sogar Splintstifte lässt der Tüfftler nach seinen Plänen in einem Wiener Werk anfertigen. „Meine Frau war anfangs sehr skeptisch, jetzt machen ihr unsere Ausflüge mit dem Katamaran großen Spaß“, freut sich Bootsbauer Abele, der seine Erfindung nun bereits in kleiner Serie und nach wie vor in Handarbeit produziert. 38 Kilogramm beträgt das Gesamtgewicht. In zerlegtem Zustand gibt es keinen Teil, der mehr als 13 kg wiegt. „Das auf ein Autodach zu legen, schafft auch eine Person alleine. Übereinander gelegt sind die gefalteten Rümpfe nur 16 Zentimeter hoch. Das ganze Boot ist schnell, ohne Werkzeug zusammen gebaut, in nicht einmal 10 Minuten ist man startklar“, schildert Abele, der seine Pläne mittlerweile auch patentieren ließ. Zwei Erwachsene und zwei Kinder haben bequem in den beiden Rümpfen Platz. Laut Erfinder Abele ist sein Katamaran durchaus meerwasser- wenngleich auch nicht hochseetauglich. Das Boot ist sowohl mit Rudern als auch mit einem Elektromotor anzutreiben. In Kürze soll auch eine Segelvariante zur Verfügung stehen. Der Name „Faltkatt“ ist übrigens kein Schreibfehler sondern Resultat rechtlicher Gegebenheiten. 1.360 Euro kostet das exklusive Stück. Jetzt sind zur Einführung Paddel und Sitze bereits im Preis inkludiert. Alle Informationen unter:

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