„Ein stockdunkler Bereich mitten in der Stadt!“

Direkt am Lokalbahnhof Traiskirchen betreibt Kevin Friedl seine Trafik - und ärgert sich seit Jahren über die mangelnde Beleuchtung © Kranzl

TRAISKIRCHEN. – Seit einigen Jahren kämpft Kevin Friedl, der direkt am Lokalbahnhof Traiskirchen seine Trafik betreibt, für eine bessere Ausleuchtung des Bereichs vor seinem Geschäft, aber auch der umliegenden Schutzwege. Bisher ohne Erfolg.

„Es ist noch gar nicht so lange her, dass Vizebürgermeister Franz Gartner in einer Gemeinderatssitzung gemeint hat: „Es gibt keine dunklen Flecken in Traiskirchen“. Aber mitten in der Stadt gibt es sehr wohl einen solchen Fleck, und das noch dazu genau beim Lokalbahnhof“, meint Trafikbetreiber Kevin Friedl. Zwei Zigarettenautomaten sind am Gebäude angebracht, zwei Bäckereien und zwei Schutzwege befinden in unmittelbarer Nachbarschaft – alles in allem also nicht nur aufgrund des Bahnhofs ein viel frequentierter Platz. „Trotzdem fühlen sich weder Gemeinde noch Wiener Lokalbahnen dafür zuständig, diesen Bereich ordentlich auszuleuchten“, wundert sich Friedl. „Im Gegenteil: Erst diese Woche wurde mir seitens der Gemeindeführung mitgeteilt, dass auf keinen Fall weitere Leuchtkörper angebracht werden. Angeblich ist der komplette Platz ausreichend beleuchtet.“ Das bestätigt auch Vizebürgermeister und Baustadtrat Franz Gartner. „Die Schutzwege sind ausreichend beleuchtet, genau wie die übrige Umgebung“, so Gartner. „Wir haben in Traiskirchen eine der am engsten gestellten Straßenbeleuchtungen in ganz Niederösterreich, alle maximal 25 bis 30 Meter befindet sich ein Lichtpunkt. Gerade im Bereich des Lokalbahnhofs haben wir sogar eine Leuchte höher gesetzt und eine stärkere Lampe eingebaut.“ Sämtliche Flächen wie Schutzwege oder Gehsteige, die sich in Gemeindebesitz befänden, seien ausreichend ausgeleuchtet, so Gartner, um die Beleuchtung des Gebäudes müsste sich aber der Gebäudeinhaber, in diesem Fall die Wiener Lokalbahnen kümmern. „Von den Lokalbahnen gab es bisher aber auch kein Entgegenkommen. Da hieß es nur, dass ich selbst Leuchten anbringen könnte, wenn ich mehr Licht haben will, und das natürlich auf meine Kosten“, zeigt sich Friedl enttäuscht. Er hat mittlerweile sogar zwei Scheinwerfer an seiner Trafik angebracht. „Aber auch damit bleiben Straße und Schutzwege dunkel. Mir wird als Gewerbetreibendem immer vorgeworfen, dass es mir nur um den Eigennutzen geht. Das ist nicht wahr, ich bemerke doch, dass sich die Kunden, aber auch andere Personen, am Abend nicht mehr wohlfühlen. Es geht darum, die Situation für alle zu verbessern.“ Herbert Stefanek, Leiter der Hochbauabteilung der Wiener Lokalbahnen, bestätigt auf Nachfrage der BZ, dass Friedl nach kurzer Rücksprache ohne Probleme selbst Beleuchtungskörper an seiner Trafik anbringen könne. „Natürlich verstehe ich, dass er das nicht auf seine Kosten machen möchte“, so Stefanek. „Wir werden uns die Situation gerne nochmal ansehen, aber es muss tatsächlich ein triftiger Grund für stärkere Beleuchtung vorliegen.“ Für Friedl und seine Lebensgefährtin Elisabeth Gal gibt es den auf jeden Fall. „Sobald es dunkel wird, bleiben die weiblichen Kundschaften aus – verständlich, wenn man sich mitten im Zentrum nicht wohlfühlt“, so die beiden unisono.

N. Kranzl

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