Neuer Verein kämpft gegen die Schlumberger-Pläne

Der neue Verein will sich für die Erhaltung der Lebensqualität am "Goldeck" einsetzen.

BAD VÖSLAU. – Die geplante Betriebsansiedelung am Vöslauer „Goldeck“ sorgt nach wie vor für immenses Aufsehen in der Kurstadt. Und der Protest unter den Anrainern wird immer konkreter: Am Montag wurde sogar ein eigener Verein zur Erhaltung des Lebensraums und der Kulturlandschaft am Goldeck gegründet.

„Trotz des vehementen Anrainerprotests hüllen sich sowohl Bürgermeister als auch die Firma Schlumberger nach wie vor in Schweigen“, zeigt sich Mario Schmid, Anrainer des „Goldecks“, enttäuscht. Die Wogen waren hochgegangen, nachdem die Firma Schlumberger ihr Interesse daran bekundet hatte, den Großteil ihrer Produktion von Wien nach Bad Vöslau zu verlegen. Die Bürger befürchten nun neben einer Zunahme des Verkehrs auch die Errichtung weiterer Produktions- und Lagerhallen. Mittlerweile wurden 200 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt. „Bisher allerdings nur in der unmittelbaren Nachbarschaft“, so Schmid. „Doch wir werden diese Aktion nun auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten. Denn immerhin nutzen viele Vöslauer die Gegend rund um das Goldeck als Spazierweg durch die Weingärten. Auch sie wären von einer Betriebsansiedlung betroffen.“ Um entschlossener, strukturierter und auch in rechtlicher Form auftreten zu können haben einige Vertreter der Bürgerinitiative am Montag sogar einen eigenen Verein gegründet. „Wir sind entschlossen, den Lebensraum und die Kulturlandschaft rund ums Goldeck zu erhalten und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Ansiedlung der Schlumberger AG am Goldeck zu kämpfen“, bekräftigt Schmid. „Es gibt genug Grundstücke im neuen Industriegebiet direkt neben dem Autobahnanschluss, die dafür geeignet wären. Dort wäre die Firma herzlichst willkommen.“ Neben der Ausweitung der Informations- und Unterschriftenaktion aufs gesamte Stadtgebiet planen die Vereinsmitglieder auch weitere Schritte: Eine eigene Homepage ist bereits in Arbeit, eine Großveranstaltung für den 27. August geplant. Schmid ist zuversichtlich, mit den neuen Infoaktionen weitere Personen ins Boot holen zu können. „Viele Menschen haben äußerst betroffen auf das Vorhaben der Industrialisierung eines solch gewachsenen Kultur- und Erholungsraumes reagiert.“

N. Kranzl

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