Slow Food und Suppenbar: Marktbelebung schreitet voran

Bürgermeister Kurt Staska und Ing. Günter Wukitsevits freuen sich über das zusätzliche Angebot, das Gabriele Brauchl am Grünen Markt schafft. © PSB

Zwei Jahre waren die ehemaligen „Speckhansl“-Hütten am Grünen Markt geschlossen. Nun sollen sie endlich wieder eröffnet werden. Gabi Brauchl und Jasmin Yang werden ab August für mehr Angebot am Grünen Markt sorgen. 

Seit vor rund zwei Jahren der sogenannte „Speckhansl“, der durch regelmäßige Veranstaltungen stets für Frequenz und Stimmung am Grünen Markt gesorgt hatte, seine beiden Hütten zusperrte, wird von vielen Badenern ein „Dornröschenschlaf“ des historischen Marktes angeprangert.
Im Frühling dieses Jahres konnte man sich schließlich doch noch über „frischen Wind“ freuen. Der routinierte Gastronom Anton Bosezky übernahm die ehemalige Käsehütte, Jasmin Yang wollte in einer der beiden „Speckhansl“-Hütten Badens erste Suppenbar eröffnen und auch die Immobilien Baden GmbH erwarb eine Hütte, um durch Verpachtung die Belebung weiter voran zu treiben.

Während Bosezky noch im April seine Lokal „IlGusto“ eröffnete und seitdem gemeinsam mit seiner Frau seine Gäste mit italienischen Spezialitäten verköstigt, sind die beiden „Speckhansl“-Hütten nach wie vor geschlossen. Die „Liebstöckel Suppen Bar 888“ von Jasmin Yang hätte eigentlich bereits Mitte April eröffnet werden sollen. Behördliche Schwierigkeiten hinderten Yang jedoch bislang daran: „Da ich chinesische Staatsbürgerin bin, habe ich über zwei Monate auf eine Bewilligung der Landesregierung gewartet, die Hütte eröffnen zu dürfen. Zuletzt hat mir nur noch die Eintragung ins Grundbuch gefehlt“, erklärt sie. Noch im August möchte sie aber endlich ihre frischen Suppen am Grünen Markt zum Verkauf anbieten.

Erfreulich ist, dass nun auch die zweite Hütte, die im Frühling von der Immo Baden GmbH gekauft wurde, eine Pächterin gefunden hat. Gabi Brauchl, die seit mittlerweile neun Jahren in der nebenstehenden Hütte mit ihren frischen Alpenlachs-spezialitäten begeistert, übernimmt diese. Sie möchte ihren Kunden ein breites Angebot an „Slow Food“ bieten.

Als Vorstand von „Slow Food Thermale“ versucht Brauchl seit Jahren einen Gegentrend zum Fast Life und damit auch Fast Food zu setzen. „Die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, sollten gut schmecken und auf eine Art und Weise hergestellt werden, die weder der Umwelt, noch dem Wohlergehen der Tiere oder unserer Gesundheit schadet. Außerdem ist es mir wichtig, dass die Lebensmittelhersteller eine faire Bezahlung für ihre Arbeit erhalten und dass lokale Esstraditionen nicht in Vergessenheit geraten“, erklärt sie.

Neben ihrem traditionellen Alpenlachs wird Brauchl in Zukunft auch Selbstgemachtes und zahlreiche Biolebensmittel wie nicht homogenisierte Milch, Butter, Eier oder Fleisch direkt vom Bauern am Grünen Markt anbieten. Damit ihre Kunden wissen, woher die Lebensmittel kommen, soll auch immer wieder Landwirten aus der Umgebung die Möglichkeit gegeben werden, ihre Produkte selbst zu präsentieren. Selbstverständlich werden die Produkte nicht nur zum Verkauf bereit stehen, sondern es wird auch die Möglichkeit geben, direkt vor Ort zu essen und zu trinken. Regelmäßige Veranstaltungen hat Brauchl ebenfalls bereits geplant.

Ein genauer Termin für die Eröffnung der beiden Hütten steht noch nicht fest. Yang und Brauchl haben jedoch beide geplant, so bald wie möglich zu eröffnen. Bleibt zu hoffen, dass mit ihnen endlich wieder mehr Leben auf dem Grünen Markt einkehrt. Gabi Brauchl ist jedenfalls davon überzeugt: „Das Bewusstsein der Konsumenten und ihr Interesse, woher die Lebensmittel, die sie zu sich nehmen, tatsächlich kommen, wird schließlich immer größer.“

Katharina Sunk

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