Traiskirchen bekommt ein eigenes Pflegeheim

Soziallandesrätin Barbara Schwarz, Bgm. Fritz Knotzer, Pater Fabian Vordermayer und WKO-Bezirksstellenobmann Andreas Kolm mit den zahlreichen Stadt- und Gemeinderäten bei der Präsentation des neuen Standortes für das Traiskirchner Pflegeheim © Kranzl

TRAISKIRCHEN. – Seit vergangener Woche steht es fest: Die Stadtgemeinde Traiskirchen bekommt ein eigenes Pflegeheim. 2013 soll mit dem Bau begonnen werden, 2014 oder spätes-tens 2015 die Fertigstellung erfolgen. Neben 60 geförderten Betten sollen am neuen Pflegestandort in der Hochmühlstraße  auch zwei Kindergartengruppen untergebracht werden.

„Derzeit leben in Niederösterreich rund 80.000 über 80-Jährige, 2026 werden es 116.000 sein. Wir werden in den nächsten fünf Jahren einen Anstieg der Bezieherinnen und Bezieher von Pflegegeld um 10.000 Personen haben“, erklärt Soziallandesrätin Barbara Schwarz. „Wir müssen daher schon jetzt die Weichen stellen, und zukunftsorientiert denken, wie sich die Pflegelandschaft langfristig entwickeln soll und muss.“ Um diese Herausforderung der Zukunft zu bewältigen, werden in Niederösterreich unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt: So sollen neben dem Ausbau des mobilen Pflege- und Betreuungsangebots, das von Betreutem Wohnen über 24-Stunden-Betreuung bis hin zum Einsatz von sozialmedizinischen Diensten reicht, in NÖ bis 2018 insgesamt etwa 1.000 weitere stationäre Betten errichtet werden. 320 Millionen Euro will das Land für diesen Ausbau in die Hand nehmen, 700 neue Arbeitsplätze sollen neu geschaffen werden. Rund zwei Drittel dieser Plätze werden durch ein Zu- und Umbauprogramm in den landeseigenen Pflegeheimen entstehen, ein Drittel wird durch private Pflegeheimbetreiber – so genannte Vertragspartner des Landes NÖ – errichtet.
In den vergangenen Wochen wurden intensive Gespräche zwischen den Pflegeheimbetreibern und Vertretern der möglichen Standortgemeinden geführt – mit äußerst positivem Ergebnis für die Stadtgemeinde: Traiskirchen wird in Zukunft ein eigenes Pflegeheim bekommen. Der Standort war das wichtigste Kriterium für diese Wahl, wie die Soziallandesrätin erklärt: „Aufgrund der Erkenntnisse aus dem jüngst veröffentlichten Altersalmanach für NÖ ergibt sich ein eindeutiger regionaler Ausbauschwerpunkt für den Zentralraum bzw das Wiener Umland. Für die Region südlich von Wien wäre der Bedarf eines Pflegeheims mit etwa 60 Plätzen für die kommenden Jahre gegeben, und Traiskirchen ist hier ein idealer Standort.“ Außerordentlich erfreut über diese Entscheidung zeigte sich Bgm. Fritz Knotzer. „Ich habe in den 27 Jahren meiner Amtszeit als Bürgermeister schon viele Spatenstiche gemacht, aber dieser wird ein ganz besonderer für mich sein“, so der Stadtchef. „Schon seit vielen Jahren laufen die Verhandlungen zur Errichtung eines Pflegeheimes in Traiskirchen, und nun gibt es endlich eine Zusage.“ 10.000 Quadratmeter groß ist der Grund, den die Stadtgemeinde für den Bau des neuen Pflegezentrums zur Verfügung stellt, schon 2013 soll mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2014 oder spätestens 2015 geplant. Neben einem Pflegeheim sollen am neuen Standort in der Hochmühlstraße auch eine Tagesheimstätte und Betreutes Wohnen untergebracht werden, genau wie ein zweigruppiger Kindergarten. „Wir wollen hier, mitten im Ort, ein Haus der Generationen errichten“, so Knotzer. „Umso wichtiger ist uns auch der Standort in zentraler Lage: Bis zum Rathausplatz sind es gerade einmal zehn Minuten zu Fuß. Es ist uns allen ein Anliegen, die Menschen, die hier eines Tages leben werden, nicht zu entwurzeln.“ Derzeit wird noch nach einem Bauträger und einem Betreiber gesucht. „Es gibt schon einige Angebote“, verrät Knotzer. „Wir sind zuversichtlich, dass wir schon bald eine Einigung erzielen und unser Vorhaben weiter konkretisieren können.“

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