Sechs Monate Schutzzone am Badplatz – eine Bilanz

Mittlerweile hat das Wartehäuschen am Badplatz für Wartende und Passanten seinen Schrecken verloren. © Kranzl

BAD VÖSLAU. – Genau ein halbes Jahr ist es her, dass im Bad Vöslauer Zentrum eine Schutzzone im Sinne des § 36a des Sicherheitspolizeigesetzes eingerichtet wurde. Der Grund: Immer wieder hatten sich Passanten über öffentlichen Alkohol- und Drogenkonsum beim Buswartehäuschen am Badplatz beschwert. Mittlerweile hat sich die Situation aber deutlich verbessert.

„Ein Treffpunkt von sozial auffälligen Personen“ – mit diesen Worten beschrieb Bgm. Christoph Prinz die Situation am Badplatz noch vor einem halben Jahr. „Immer wieder haben Passanten von Alkohol, aber auch vom Konsum und Handel mit Drogenersatzstroffen  berichtet, so dass wir uns schließlich zum Handeln gezwungen sahen.“ Mehrmonatige Ermittlungen von Beamten der Polizeiinspektion Bad Vöslau in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde bestätigten diese Meldungen, hinzu kamen noch andere gerichtlich strafbare Handlungen wie zum Beispiel Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. Am 17. November 2011 wurde schließlich am gesamten Badplatz eine Schutzzone erlassen, die Beamte dazu ermächtigt, verdächtige Personen des Platzes zu verweisen. Sechs Monate sind seither vergangen – und die Bilanz fällt durchwegs positiv aus. „Prinzipiell hat die Schutzzone Wirkung gezeigt. Am Anfang mussten wir noch öfters Wegweisungen aussprechen, mittlerweile hat sich die Situation aber deutlich gebessert“, bestätigt Gruppeninspektor Martin Niederhametner von der Polizeiinspektion Bad Vöslau gegenüber der BZ. „Nur eine eine kleine Gruppe von 5 bis 10 Personen müssen wir manchmal erneut des Platzes verweisen – das liegt auch daran, dass ein Platzverbot immer nur für einen Monat gilt und sich nicht automatisch verlängert.“ Auch der Bürgermeister zeigt sich insgesamt zufrieden mit der Entwicklung am Badplatz. „Die Intention hinter der Schutzzone ist geglückt, es gibt jetzt wieder Platz für die eigentlichen Nutzer der Haltestelle“, so Prinz. „Was uns besonders freut ist, dass es auch keine Verlagerung des Problems gegeben hat. Aber weder bei der Gemeinde noch bei der Polizei sind bisher weitere Beschwerden eingegangen.“

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