Stadt Baden (Woche 5 - 02.02.2012)
 
Spatenstich für Pflegeheim soll noch im Mai erfolgen

Entsprechender Beschluss wurde im Landtag gefasst

Mehrere Projekte für ein neues Pflegeheim wurden im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts bereits präsentiert und wieder verworfen. Für den Neubau waren sogar unterschiedliche Standorte im Gespräch. Im Mai soll nun endgültig der Spatenstich erfolgen.


Die Grafik zeigt, wie die Gebäude angeordnet sein sollen. Was mit den beiden Bettentürmen nach Fertigstellung des Spital-Neubaus geschieht, ist noch völlig offen.

 

Noch länger als das Vorhaben, ein neues Spital errichten zu wollen, reichen die Pläne für ein neues Pflegeheim zurück. Schon 2001 wurden die erforderlichen Mittel erstmals unter der Regierung Breininger im Budget veranschlagt. Nach Ausfall eines privaten Investors wurde das Projekt schubladiert. 2006 wurden dann neuerlich Pläne präsentiert, die vorsahen, das Pflegeheim nach Fertigstellung des Spitals in den freiwerdenden Bettentürmen unterzubringen. Dagegen regte sich lauter Protest. Ein Pflegeheim wäre in dieser Form nicht zeitgemäß. Im Jahr 2007 war es dann wieder einmal soweit: Ein neues Projekt wurde von der damaligen Bürgermeisterin Erika Adensamer und LR Petra Bohuslav im Rathaus vorgestellt. Diesmal plante man, die beiden Bettentürme zu schleifen und an deren Stelle einen Neubau zu errichten. Natürlich war dieses Vorhaben an die Fertigstellung des neuen Thermenklinikums gekoppelt. Diese ließ allerdings auf sich warten und so entschloss man sich zu einer neuerlichen Umplanung, der mittlerweile vierten. Unabhängig vom Fortgang der Arbeiten beim Spital möchte man man nun einen völlig abgekoppelten Neubau am westlichen Teil des Areals (dort wo sich vor dem Klinikum zur Zeit der Hubschrauberlandeplatz und die Tiefgarage befinden) errichten. Der Zeitplan sieht vor, dass die Arbeiten im Frühsommer 2012 beginnen und bis längsten 2014 abgeschlossen werden sollen. Der Neubau gliedert sich in drei zusammenhängende Baukörper: Nordtrakt, Mitteltrakt und Südtrakt. Nordund Südtrakt sind im Grundriss sternförmig konzipiert und beherbergen je drei Pflegegruppen. Die beiden Trakte sind teilunterkellert und weisen drei Geschoße auf, die miteinander über eine zentrale Halle verbunden sind. Angrenzend zur Eingangshalle befinden sich auch eine Cafeteria sowie die Servicebereiche. Der eingeschoßige Mitteltrakt liegt zwischen Nordund Südtrakt, ist voll unterkellert und beinhaltet im Erdgeschoß die Räume der Verwaltung sowie der Therapie. Eine spätere Anbindung des Pflegeteilheimes an das Klinikum ist geplant. Außerdem ist die Nutzung gemeinsamer Einrichtungen und Dienstleistungen vorgesehen. In der Mitte der Eingangshalle befindet sich eine Aufzugsgruppe mit zwei Bettenliften. Im Außenbereich des Pflegeheimes sind verschiedene Themengärten wie Therapiegärten oder Hochbeete angedacht. Von den 224 Betten sind 60 für Betreuung vorgesehen, 116 zur Pflege inklusive 18 Tagespflegebetten, 6 Betten für Wachkomapatienten und 42 für Übergangspflege. Der Baukörper stellt sich als funktionell, modern, schlicht und der Region angepasstes Gebäude mit flügelförmigen Ästen dar. Die kompakte Bauweise ermöglicht kurze Wegeverbindungen vom zentral gelegenen Schwesternstützpunkt. Bei der Materialwahl soll auf geringe Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten geachtet werden. Die Gesamtkosten werden rund 33 Mio Euro betragen. Die Finanzierung erfolgt durch das Land mittels Leasing. Die Laufzeit beträgt 25 Jahre. Was mit dem Gebäude, in dem zur Zeit das Pflegeheim Wimmergasse untergebracht ist, nach 2014 geschieht, steht zur Zeit noch nicht fest.

RaDi

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