Rätselraten um den Mittelgang

Rund um die Diskussion bezüglich der neuen Bestuhlung im Badener Stadttheater scheint kein Ende in Sicht. Während die  Theaterdirektion meint, man würde nur den Urzustand wieder herstellen, behaupten Insider, dass es den Mittelgang schon bei der Eröffnung 1909 gegeben hätte.

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Rätselraten um den Mittelgang
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Antworten zu Rätselraten um den Mittelgang

  1. Johann Turek sagt:

    Bestuhlung des Stadttheaters und Herbert Först´s Blick nach vorne

    „Es ist an der Zeit und mir wichtig“ (Anm.: Zitat von Mag. Herbert Först in der Badener Zeitung vom 16. Februar 2017), zu seinem darin veröffentlichten polemischen Leserbrief einige Anmerkungen zu machen.
    Wer wirklich offenen Auges Konzertsäle und Theaterräume in Wien besucht und nicht etwa an grünem Star leidet, wird feststellen, dass es – nebst dem bereits erfolgten Hinweis von Dr. Gruböck betr. “Goldener Saal des Musikvereins“ – sehr wohl eine große Zahl von Veranstaltungsräumen mit einem oder sogar zwei Mittelgängen gibt. Dazu einige Beispiele: Staatsoper, Volksoper, Burgtheater, Akademietheater, Theater an der Wien, Raimundtheater, Ronacher, Großer und Mittlerer (Mozart-) Konzerthaussaal. Es ist unverständlich, dass ein Mitglied des künstlerischen Beirats der „Bühne Baden“ davon anscheinend keine Ahnung hat (Zitat: „kaum noch Mittelgänge“) und es erhebt sich daher die Frage, welche Qualifikation für die Bestellung zum Beiratsmitglied überhaupt erforderlich ist.

    Apropos „Bühne Baden“: Dem Beiratsmitglied Mag. Först dürfte offenbar auch entgangen sein, dass zur, wie es richtig lautet, „Theater Baden Betriebs GmbH“ (bühne baden? – Substantive werden üblicherweise „groß“ geschrieben – so hat es Prof. Först einst im Gymnasium gelehrt) drei Spielstätten gehören, von denen eine (neben der „Sommerarena“ und dem „Max-Reinhard-Foyer“) eben nach wie vor den Namen „Stadttheater“ trägt. Die Neubestuhlung ist daher nicht in der „Bühne Baden“ sondern im „Stadttheater“ vorgesehen. Wenn Altbürgermeister Breininger deshalb auf den „alten“ Namen beharrt, bedeutet das lediglich, dass er auch den richtigen Namen verwendet und das hat mit einem Ruf nach der „guten alten Zeit“ überhaupt nichts zu tun. Nach Först´s Diktion entsprechen anscheinend nur neue Namen bzw. neue Logos (wie z.B. jenes der Stadt Baden) der megageilen supercoolen Jetztzeit, bedeuten Fortschritt (ohne „angelegte Ketten“) und führen so zu „erfreulichen Ergebnissen“. Natürlich müsste man – gemäß seiner Logik – dann auch die Außen-Beschriftung des Stadttheaters auf „Bühne Baden“ ändern und den „Theaterplatz“ in „Bühnenplatz“ umbenennen. (Es ist wohl davon auszugehen, dass andere Theater dieser sinnlosen Umbenennung in „Bühne“ wahrscheinlich nicht Folge leisten werden. Die neu entstandenen „Bühnen“ Burgbühne, Akademiebühne, Bühne an der Wien, Bühne in der Josefstadt, Volksbühne usw. könnten dann eventuell mit der Tschauner Bühne verwechselt werden.)

    Spaß beiseite am Ende des Faschings: Die Diskussion um die Neubestuhlung des Stadttheaters Baden, die vor allem aus wirtschaftlicher Sicht erst nach einer – oder zumindest zusammen mit einer – Belüftungssanierung durchzuführen wäre, darf nicht in eine politische Schlammschlacht ausarten und die Entscheidung sollte von der Gemeindevertretung nach bestem Wissen und Gewissen gefällt werden. Wesentlich erschiene mir jedoch, größte Aufmerksamkeit auf den Sicherheitsaspekt zu lenken und da besteht beim Vorhandensein eines Mittelganges und von zwei Seitengängen im Fall eines Unglücks eben ein wesentlich geringeres Risiko als bei einem Zuschauerraum ohne Mittelgang. Dass ein Stadtpolitiker sich von vornherein gegen einen Mittelgang ausspricht und dazu angeblich die Frage „Wann hat es bei uns jemals schon in einem Theater gebrannt?“ stellte, zeigt allerdings von einer Verantwortungslosigkeit sondergleichen.

    Reg.Rat Prof. Johann Turek

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