Pfarrer Seiferth ist Ehrenbürger

Die feierliche Überreichung des Ehrenbürger-Dekretes durch den Bürgermeister erfolgte im Sitzungssaal des Rathauses. Zahlreiche Fest- und Ehrengäste nahmen daran teil. Foto: PSB, SAP

Im Rahmen einer festlichen Messe in der evangelischen Kirche wurden Pfarrer Gerhard und seine Gattin Dorothea Seiferth Ende Juni in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Schon einige Wochen später fiel im Gemeinderat der Beschluss, Seiferth die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. 

Im Zuge der Verleihung in der Vorwoche ließ Bürgermeister Kurt Staska die wichtigsten Stationen des Ausgezeichneten noch einmal Revue passieren. Er stellte außer Frage, dass Seiferth ganze drei Jahrzehnte mit viel Einfühlungsvermögen und Engagement in der Stadt wirkte.
Prägend für Seiferths Amtszeit waren vor allem zahlreiche ökumenische Projekte, wie die Installierung des 1. Ökumenischen Kindergartens, den Seiferth gemeinsam mit Msgr. Norbert Kiraly ins Leben rief, oder aber die Veranstaltungsreihe „Christen eröffnen den Advent“. Seiferth ist aber auch Gründungsmitglied des 1. Hospizvereins Niederösterreichs und ein aktiver Förderer des ökumenischen Gedankens.
Sichtlich beeindruckt von der Verleihung zeigte sich der Ausgezeichnete selbst. „Ich bin kein Mann der großen Worte. Alles, was ich zu sagen habe ist: Danke, liebe Badener Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ich bin ehrlich stolz und war hier sehr gerne Pfarrer.“
Baden bleibt er „als nüchterner Oberfranke“ nun auch in der Pension treu. „Mir ist schließlich bewusst, dass diese Auszeichnung die höchste ist, die Baden zu vergeben hat. Diese Ehren können mir nicht alleine gehören – ich nehme sie stellvertretend für das Wirken aller Christen und Christinnen, die mich an meiner Seite begleiteten, gerne an.“
Danke sagte er aber auch seinen Mitbrüdern – auch den katholischen Pfarrern Badens, deren Vertreter bei der Verleihung ebenso anwesend waren, wie die evangelische Kirchengemeinde.
Gerhard Seiferth war insgesamt 31 Jahre Pfarrer in Baden. In Bayern geboren und aufgewachsen kam er in seinem ersten Vikariatsjahr nach Wien Simmering, von wo aus er die evangelische Pfarre in Baden übernehmen sollte. Hier lernte er auch seine spätere Gattin Dorothea, die Tochter seines Vorgängers, kennen und lieben. Beide widmeten ihr Leben der Kirche – Dorothea als Organistin und als mannigfaltige Unterstützerin des Pfarrlebens, die sich in den verschiedensten Kirchenkreisen engagierte. Gerhard Seiferth übernahm als Pfarrer auch in der Diözese Verantwortung und setzte sich Zeit seines Wirkens für die Ökumene ein. Erst am Pfingstmontag verlieh ihm Msgr. Norbert Kiraly für sein diesbezügliches Engagement den Ehrenring der Pfarre St. Christoph. Was Seiferth darüber hinaus besonders wichtig war? „Es sind eine ganze Reihe prägender Einflüsse wie jene auf den Gottesdienst, die Wahl des Liedgutes, der Konfirmationsunterricht, ökumenische Gottesdienste und Familiengottesdienste“, lässt auch Kurator Pokorny keinen Zweifel daran, dass sich sein Pfarrer ganz besonders für das Miteinander der Gläubigen stark machte.

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