Bittersüßer Abschied vom „Vock“

Das Geschäftslokal möchte Familie Vock gerne vermieten. Zuvor müssen aber noch einige Neuerungen gemacht werden. Foto: zVg.

Himmlische Creme-Schnitten, flaumiges Plundergebäck und nicht zu vergessen die saftigen Badener Kaffeebonbons: Eigentlich ist die Cafe Konditorei Vock nicht aus Baden wegzudenken. Und dennoch: Per 31. Dezember treten Johanna und Erich Vock mit einem lachenden und einem weinenden Auge ihren wohl verdienten Ruhestand an. 

„Einmal muss Schluss sein“, ist sich das Ehepaar Vock einig. „Auch wenn der Abschied zugegeben nicht ganz leicht fällt“. Über 30 Jahre führten die beiden Zuckerbäckermeister die kleine aber feine Konditorei in der Theresiengasse in dritter Generation. Gegründet 1918 in Leesdorf war das Unternehmen bis heute in Familienhand und stets beliebter Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Kaum ein Badener Kind hat sich noch nicht die Nase an der Auslage vom Vock platt gedrückt, nachdem die Chefin ihre neueste liebevolle Lebkuchenkreation hin-eingestellt hat. Auch in Sachen Kaffee bürgt der Namen Vock für Qualität: 2007 wurde dies sogar vom Falstaff mit der Goldenen Kaffeebohne belohnt.
Während andere ständig auf Neuerungen setzen, blieb Erich Vock seiner Linie treu. Mit Erfolg: „Unsere Rezepte haben sich mit den Jahren nicht viel geändert. Alles war und ist hausgemacht. Massenware, Zusatz- und Konservierungsstoffe blieben bei uns ein Fremdwort. Unsere Gäste wussten immer, was sie bekamen“. Besonders beliebt: die hauseigenen Cremeschnitten, die zarten Eclaires, diverse Plundergebäcke und in der Weihnachtszeit Fondant – und Gelee-Ringerl und Schoko-Arabesken. Auch die beliebten Badener Kaffeezuckerl wurden in der Vock´schen Backstube produziert. „Die haben es von uns in die ganze Welt geschafft. Sie sind ein beliebtes Mitbringsel“, lacht Johanna Vock und fügt hinzu: „Einmal wurde auf WDR in der Sendung „Wunderschön“ ein Beitrag gebracht. Noch heute kommt es vor, dass deutsche Touristen uns darauf ansprechen“. Die heute 63-Jährige hat in dem Betrieb bereits ihre Ausbildung gemacht. Gemeinsam mit ihrem Mann standen für sie immer der Gast und die familiäre Atmosphäre im Mittelpunkt. „Wir sind wie eine große Familie. Unsere Mitarbeiter waren immer sehr lange bei uns beschäftigt, und die meisten unserer Gäste kennen wir natürlich“, so Vock und fügt hinzu: „Wir haben schon viele herzliche Rückmeldung von unseren Kunden erhalten. Eine Familie hat 100 Eclaires bestellt und andere einen Vorrat Topfengolatschen zum Einfrieren, damit sie sie noch genießen können, wenn bei uns zu ist“.
Langweilig wird den beiden im wohlverdiensten Ruhestand wohl kaum: „Wir haben drei Enkerl im Alter von 5, 3 und einem Jahr“, lacht Erich Vock. „Außerdem wollen wir nun endlich gemeinsam reisen. Für solche Hobbies bleibt in unserer Branche leider viel zu wenig Zeit“, fügt Johanna Vock hinzu. Das Geschäftslokal wollen die beiden nach einigen Renovierungsarbeiten vermieten.

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