High Tech statt Baden BonusCard

Was vergangenen Donnerstag als belanglose Hauptversammlung des Vereins Stadtmarketing begann, entpuppte sich schnell als echter Knüller. Der Verein möchte vor allem mit dem Nachfolger der BonusCard Vollgas geben und auch die Zahl der Mitglieder erheblich steigern. 

Rund 30 Unternehmer waren vergangenen Donnerstag der Einladung des Vereins Stadtmarkting zur Hauptversammlung im „At the Park“-Hotel gefolgt. Im Anschluss an die Begrüßung durch Obfrau Carmen Jeitler-Cincelli präsentierte Kassier Robert Haberhauer erfreuliche Zahlen. Demnach hätte man im abgelaufenen Geschäftsjahr Erlöse in der Höhe von 94.000 Euro erzielt. Dem stünden 89.000 Euro an Ausgaben gegenüber.
Rechnungsprüfer Christian Prokopp stellte dem Vorstand nicht nur deswegen ein gutes Zeugnis aus. „Wir schauen uns alles ganz genau an, jede Rechnung wird kontrolliert, ob nicht vielleicht jemand vom Vorstand Mittagessen war“, so Prokopp, der sich beim gesamten Vorstand bedankte.
Anschließend ließ Martina Nouira-Weissenböck mit der Meldung aufhorchen, wonach die BonusCard immer schlechter laufen würde. Das nicht zuletzt deswegen, weil immer weniger Betriebe bereit wären die hohen Anschaffungskosten von rund 500 Euro pro Terminal zu bezahlen, die alten aber bereits in die Jahre gekommen sind und erneuert werden müssten. „Das System gibt schön langsam den Geist auf, die BonusCard wird umgebaut“, bestätigte Nouira-Weissenböck.
Konkret wird das neue System von der Firma BonusBee geliefert, die alle teilnehmenden Unternehmer kostenlos mit einem handlichen Tablet ausstattet. Mittels NFC-Technologie können die Kundendaten blitzschnell eingelesen- und Rabatte wie schon bisher zugeteilt werden. Für Kunden, deren Geldbörsen vor lauter Karten bereits zu platzen drohen, wird es parallel dazu auch eine App geben, die viel mehr können wird, als nur die Karte zu ersetzen. Mittels dieser App können beispielsweise Angebote oder Newsletter punktgenau an die User geliefert werden. Nicht nur das Sammeln von Rabatten wird möglich sein, sondern beispielsweise auch die Vergabe von Treuepunkten oder das Anlegen von Sammelpässen.
„Mit diesem neuen System hätten wir um einiges mehr zu bieten als so manches Einkaufszentrum“, bestätigt Christian Prokopp, der selbst einige Filialen in verschiedenen EKZs in Österreich betreibt.
Für Obfrau Jeitler-Cincelli steht fest, dass der Kreis der möglichen Stadtmarketingmitglieder in Zukunft erheblich größer sein wird, da die Sammelpässe auch für Taxiunternehmen, Bäcker , Gastrobetriebe und noch viele andere Branchen große Vorteile bringen würden. „Unser Ziel ist es, den Mitgliederstand von derzeit 131 mindestens zu verdoppeln“, bestätigt die Obfrau, die im kommenden Jahr rund 50.000 Euro für BonusBee ausgeben möchte. Je nach Zahl der teilnehmenden Betriebe werden die Kosten für die Unternehmer zwischen 25 und 30 Euro pro Monat liegen. Der Umstieg für die rund 8.000 Besitzer einer BonusCard wird kostenlos sein und kann binnen eines Jahres in allen bisherigen BonusCard- Betrieben erfolgen. Auch danach wird es bei einem zentral stationierten Terminal noch möglich sein, die Karte umschreiben zu lassen.
Der Beschluss für das neue System, das im Frühjahr starten soll, wurde schließlich von den Anwesenden mit großer Mehrheit und ohne Gegenstimme gefasst.

High Tech statt Baden BonusCard
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