„Nur Amateure suchen!“

Bei „Pinselrausch“ werden Arbeiten der späten 1970er Jahre  jüngeren Werken gegenübergestellt.

Jeder Künstler hat seine eigene Handschrift – und die beiden Kuratoren Rudi Fuchs und Marteen Bertheux dokumentieren in der neuen Ausstellung „Pinselrausch“ die von Arnulf Rainer.

Es ist die mittlerweile 12. Ausstellung im Arnulf Rainer Museum, die am Freitag der Vorwoche eröffnet wurde – und sie umfasst mit 164 Arbeiten Arnulf Rainers eine gewaltige Anzahl von Werken. 98 Gemälde, 44 Blätter und etliche gerahmte Grafiken sind im Rahmen von „Pinselrausch“ zu sehen – hauptsächlich Werke aus jüngerer Zeit, aber auch einge ältere Referenzwerke. Zwei Tondokumente ergänzen die Ausstellung, die von Rudi Fuchs, den eine mehr als vierzigjährige Freundschaft mit Arnulf Rainer verbindet, und Marteen Bertheux kuratiert wurde. Zu hören sind ein gelesener Text, den Rainer selbst in den 1970er Jahren geschrieben hat, und ein Orignaldokument, in dem der Künstler auf Fragen von Rudi Fuchs antwortet.
„Der alte Meister malt immer noch sehr jung“, meint Fuchs. „Jeder Künstler, jeder Maler hat seine Handschrift, und wir haben hier versucht, die Schrift Arnulf Rainers zu dokumentieren. Wahre Künstler suchen nicht ihre Form, sie finden sie. Nur Amateure suchen.“ Es ist die Spannung, die in Rainers frühen, aber auch noch in seinen späten Werken zu sehen ist, die für Bertheux das Besondere an Rainers Werk spürbar werden lässt. „Er will sich selbst fördern und fordern, etwas Neues machen – und das, obwohl seine Handschrift unverkennbar die seine bleibt. Das macht Rainer zu einem modernen Künstler“, so Bertheux. „Die kleinstrukturierten Räumlichkeiten des Arnulf Rainer Museums verleihen den Werken dabei noch mehr Kraft.“
Ein „schönes, großes Puppenhaus“ nennt Rudi Fuchs die Räumlichkeiten des einstigen Frauenbades, das für ihn die idealen Voraussetzungen für die Ausstellung bietet, die unter dem Titel „Übermaler“ bereits im Cobra Museum of Modern Art in Amstelveen zu sehen war und für Baden entsprechend adaptiert und ergänzt wurde. „Die Ausstellung ist drei Mal so gut wie die in Amstelveen – und die war schon ziemlich gut…“
Alle Extreme der künstlerischen Ausdrucksweise Arnulf Rainers werden im Rahmen von „Pinselrausch“ präsentiert – immer mit der unverkennbaren Handschrift des Künstlers.
Besichtigt werden kann „Pinselrausch“ bis 1. Mai 2016, täglich von 10 bis 17 Uhr.

N. Kranzl

„Nur Amateure suchen!“
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